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Montag, 9. Februar 2015

Ehemaliger Betriebshof an der Heinrich-Mann-Alle weicht Wohnbauten


Wie die PNN in ihrer Samstagsausgabe berichtete, sind die Tage des alten Betriebshofes in der Heinrich-Mann-Allee nun endgültig gezählt. Spätestens im Jahre 2016 sollen auf dem seit 2002 stillgelegten Gelände Wohnungen entstehen. Damit wird die Halle als letztes Zeugnis des Straßenbahnhofes nach über 80 Jahren abgerissen werden.

Die Geschichte des Betriebshofes begann Ende der 1920er Jahre. Der Wagenpark der Potsdamer Straßenbahn war zu diesem Zeitpunkt soweit angewachsen, dass das Depot in der Holzmarktstraße, welches gleichzeitig als Werkstatt diente, zu klein geworden war. Zusätzlich standen erhebliche Netzerweiterungen im südlichen Teil der Stadt an. Daher reiften nun Pläne für einen zweiten Betriebshof, der am früheren „kleinen Exerzierplatz“ nahe des Alten Friedhofes seinen Standort finden sollte.

Am 25. Juni 1934 wurden die Pläne für die 102 Meter lange und 25,5 Meter breite Halle vorgestellt und am 6. Mai 1935 die Baugenehmigung erteilt. Da die Halle in Skelettbauweise mit Stahlträgern ausgeführt wurde, konnte sie bereits am 23. Juli abgenommen werden. Ab dem 7. August 1935 rückten die ersten Wagen aus.
Zwar hatte man auch die Erweiterung des Depotgeländes für die nächsten Jahre geplant, doch der Zweite Weltkrieg machte alle Planungen zunichte. Bei den Bombenangriffen auf Potsdam in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1945, wurde die Wagenhalle beschädigt.

Erst Ende der 1960er Jahre konnte dann endlich auch die große, 10gleisige Freiabstellfläche mit Wendeschleife angebaut werden.

Spätestens mit der Neubeschaffung der Niederflurwagen wurde klar, dass die Hallen nicht mehr zeitgemäß waren. Da sich die Technik dieser Fahrzeuge nicht unter, sondern auf dem Fahrzeug befindet, musste die Wartungstechnik erheblich umgebaut werden. Noch 1998 erhielt die Wagenhalle in der Drevesstraße einen Dacharbeitsstand, der aber nur eine Übergangslösung blieb.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Betriebshofes an der Wetzlarer Straße im September 2002, endete die Nutzung der Wagenhalle an der Drevesstraße, wo man bereits im Mai 2002 mit dem Abbau der Anlagen begonnen hatte. Zum 27. November 2002 wurde der Betriebshof stillgelegt.

Freitag, 16. September 2011

Offene Hoftore

Am Samstag dem 17.09.2011 steht der Betriebshof der ViP ab 13:00 Uhr allen Interessierten zur Besichtigung offen. Besonderes Highlight für Straßenbahnfreunde ist ein Treffen der Generationen - die älteste und die neueste Potsdamer Straßenbahngeneration werden an diesem Tag offiziell dem Publikum vorgestellt. Während der neue historische Wagen 9 allerdings nur auf dem Hof seine Runden drehen darf (Fahrten ab 15:15 alle 10 Minuten bis 16:00 Uhr und ab 17:15 bis 18:00 Uhr), wird die Variobahn zu ersten öffentlichen Fahrten in die Stadt aufbrechen. Ebenfalls zum Einsatz kommen an diesem Tag ein historischer Omnibus des DVN und der KT4D-Prototyp 001. in Besuch lohnt sich also.

Fahrpläne und Programm

Mittwoch, 11. August 2010

Ende des alten Tram-Depots nahe

Der Abriss der Wagenhalle an der Heinrich-Mann-Allee rückt näher. Wie die PNN in ihrer heutigen Ausgabe mitteilt, bewirbt sich die Pro Potsdam GmbH unter anderem mit dem Grundstück des ehemaligen Straßenbahndepots an der Heinrich-Mann-Allee um Gelder aus dem Wohnungsbauförderungsprogramm des Landes Brandenburg. Die Pro Potsdam GmbH will dem Bericht zufolge innerhalb der nächsten vier Jahre 400 Wohnungen auf dem Territorium errichten, wo derzeit noch die Halle des früheren Betriebshofes steht.

Der Betriebshof war am7. August 1935 in Betrieb genommen worden. Ende der 60er Jahre wurde die 10gleisige Freiabstellfläche mit Wendeschleife angebaut. Mit der Inbetriebnahme des neuen Betriebshofes an der Wetzlarer Straße im September 2002, endete die Nutzung der Wagenhalle an der Drevesstraße, wo man bereits im Mai 2002 mit dem Abbau der Anlagen begonnen hatte. Zum 27. November 2002 wurde der Betriebshof stillgelegt.



Hier ein kleiner Blick in die aktiven Zeiten des Betriebshofes an der Heinrich-Mann-Allee.


Samstag, 26. September 2009

"Haus des Reisens" wird abgerissen

Seit dem letzten Montag wird das "Haus des Reisens" am Platz der Einheit abgerissen. Seit 1969 dominierte das achtstöckige Hochhaus, welches nach einem Entwurf des Architekten Dietrich Schreiner erbaut worden war, die Ecke Friedrich-Ebert-Straße und Am Kanal. Neben den 30 Wohnungen befanden sich in dem Gebäude auch eine Filiale des Reisebüros der DDR und die Dispatcherzentrale des Verkehrsbetriebes Potsdam (erste Etage im Vorsprung). Das Haus hatte eine Lücke geschlossen, die der Krieg in die Bebauung des Platzes gerissen hatte. Bereits 1783 hatte Unger an dieser Stelle ein Gebäude errichten lassen, dass der Post bis 1829 als Hauptfiliale in Potsdam diente. Der Abriss des Hauses ist stark umstritten, da der Eigentümer (die städtische Wohnungsbaugesellschaft "Pro Potsdam" (GEWOBA) keinen ansprechenden Entwurf für einen Nachfolgebau anbieten konnte und bisher keine Alternativbebauung erkennbar ist. Besonders der Verlust eines dominierenden Baus der DDR-Architektur und der 30 preiswerten Wohnungen wird kritisiert. Da der Bau auch für die Tram eine wichtige Rolle spielte, wurde doch von hier aus jahrzehntelang der Verkehr geregelt, widmet tram2000.blogspot.com heute eine Bildergalerie diesem einzigartigen Gebäude.

Jahrzehntelang dominierte das "Haus des Reisens" die Westseite des Platzes der Einheit. Hier Combino 402 vor dem Gebäude.


Diese Aufnahme ist Standart bei Bildern der Potsdamer Tram. Das "Haus des Reisens" im Hintergrund war immer mit im Bild.



Deutlich erkennbar ist auf diesem Bild der Vorsprung, in dem sich bis zum Jahr 2001 die Dispatcherzentrale des Verkehrsbetriebes befand. Erst mit dem Einzug in den neuen Betriebshof wurde die Einrichtung aufgegeben.



Nicht nur das "Haus des Reisens" ist Geschichte. Auch die Haltestelle "Alter Markt", in deren Hintergrund das Gebäude hier zu sehen ist, gibt es so nicht mehr. Es tut sich was in Potsdams Mitte.


Noch einmal die Situation zu Füßen des Hochhauses. Hier der Zug aus 154+254 auf dem inzwischen abgebauten provisorischen Gleis in der Friedrich-Ebert-Straße. Besonders auffällig ist hier die Wandskulptur "Luftschiff", die übrigens gerettet wurde.

Einige Meter weiter Combino 411 bei der Durchfahrt auf dem provisorischen Gleis. Das "Haus des Reisens" wieder im Hintergrund.


Zu guter Letzt noch einmal das Gebäude in seiner vollen "Schönheit". Zugegen, auf den ersten Blick ist es nur ein Plattenbau. Ein Blick ins Innere des Gebäudes macht aber deutlich, dass es sich durchaus nicht um einen Standardbau handelt. Ein Nachfolger ist bisher nicht in Sicht.

Sonntag, 17. Mai 2009

Tag des offenen Unternehmens bei der ViP

Im Rahmen des brandenburgweiten "Tag des offenen Unternehmens", öffnete die ViP gestern die Tore ihres Betriebshofes für Besucher. Bei einer Führung durch Bus- und Tramwerkstatt, die Tramhalle und die Leitstelle, konnten Jung und Alt sich über den Alltag bei Potsdams größten Verkehrsunternehmen informieren. Für die Freunde der Tram war natürlich die Wagenhalle von größtem Interesse, kann man doch dort zahlreiche Fahrzeuge finden, die längst nicht mehr im Einsatz sind. Neben dem verunfallten 160 waren dies auch die anderen abgestellten Tatra-Züge, die in Potsdam wohl nicht mehr zu sehen sein werden. Hier ein kleiner Bildbericht:


Das Verwaltungsgebäude der ViP mit der Leitstelle.


Ein Blick auf die Spezialfahrzeuge.


Bereit zur Abfahrt am Montag - die Tatra Züge 156+256 und 143+144.


Nicht mehr im Einsatz: KT4Dm 245. Hier neben 150+250.


Die Tatraparade. 149 und 162 sind noch täglich zu sehen. Nicht mehr im Einsatz sind 160 und 141+241 (ganz hinten).

Sonntag, 18. Mai 2008

Der rbb blickt hinter die ViP-Kulissen

Der rbb zeigt, was nachts in den Werkstätten der ViP passiert.

Im Rahmen der Sendung "Brandenburg aktuell" vom 17.05.2008 drehte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) seine Reihe "Stockdunkel" im Betriebshof der ViP. Den gesamten Beitrag gibt es für die nächsten Wochen hier. Das Video findet Ihr in der Ecke oben.