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Donnerstag, 27. August 2015

Oldtimer-Wochenende in Potsdam


Gleich an beiden Tagen des nächsten Wochenendes kommen Freunde historischer Straßenbahnen auf ihre Kosten. Am Samstag, dem 29.August 2015, rollt der Lindner-Wagen des Vereins Historische Straßenbahn Potsdam e.V. zwischen dem Platz der Einheit und der Glienicker Brücke. Die gleiche Strecke nehmen am Sonntag auch die Gotha-Wagen, die an diesem Tag im 20-Minutentakt verkehren werden.

Den Fahrplan für den Lindner-Wagen gibt es auf der Seite des HSP e.V., den für die Gotha-Wagen beim DVN e.V. Berlin.

 

Sonntag, 6. Oktober 2013

Mit der Straßenbahn durch Naumburg

Ein Wochenendbesuch in Weimar ermöglichte auch eine Abstecher zur kleinsten Straßenbahn Deutschlands, der Straßenbahn in Naumburg an der Saale. Die Straßenbahn wurde 1892 als Dampfstraßenbahn eröffnet und verkehrt sei 1907 elektrisch. Die einzige Linie der Stadt fuhr seit 1914 als Ring um die Stadt, wobei zeitweise in beiden Richtungen verkehrt wurde und so auch zwei Liniennummern Verwendung fanden (1 und 2). Nach mehrfachen Unterbrechungen des Rings und Verkehrseinstellungen, musste die kleine Straßenbahn 1991/92 den Betrieb einstellen. Engagierten Bürgern ist es zu verdanken, dass heute wieder auf einem 2,5 km langen Teilstück (der Ring war 5,4 km lang) gefahren kann. Beim Besuch am 06.10.2013 verkehrte der Triebwagen 37, der 1959 für die Straßenbahn in Stralsund gebaut worden war. Er trug dort die Nummer 15. 1966, nach Einstellung der Straßenbahn in der Hansestadt, kam der Wagen nach Gera und war dort bis 1973 eingesetzt (Nr. 150). 1973 wurde er nach Görlitz abgegeben (Nr. 20) und landete 1992 in Jena. Seit 2003 ist der Wagen in Naumburg und entspricht in seinem Aussehen nun wieder weitestgehend dem Erstzustand. Nun also ein paar Eindrücke von einem verregneten Sonntag:


Kurz vor der Jahrtausendwende wurde der Bahnhofsvorplatz saniert und dabei die Straßenbahngleise entfernt. Die Tram endet nun rund 200m vor dem Bahnhof.


Auf seinem Weg zur 2,4 km entfernten Endstation passiert TW 37 die Gründerzeithäuser in der Bahnhofstraße ...

... die im Bereich der Kurve in die Bergstraße mündet.

Im Bereich der Haltestelle "Jägerplatz", wo die Straßenbahn heute an der Straßenseite verkehrt, trifft man noch auf einige der zahlreichen Gleisreste in der Stadt. Hier befand sich früher eine Ausweiche.

Das Depot am Marientor diente schon der Dampfstraßenbahn als Behausung. Zwischen März und Oktober können sich Interessierte jeden Sonntag um 14:15 Uhr durch die Halle führen lassen. Dazu reichte diesmal die Zeit leider nicht...

... für einen Blick durch das Tor jedoch schon. Zwei ehemalige Reko-TW der Straßenbahn Jena gehören seit 2000/2001 zum Bestand der Naumburger Straßenbahn. Hier TW 50...

Im hinteren Teil der Freifläche stehen TW 36, ebenfalls ex Jena und BW 19 (Reko, ex Jena). Der Stromabnehmer über BW 19 gehört zum Gelenkwagen 202, den man 1999 aus Gotha übernommen hatte.

TW 37 passiert den Heinrich-von-Stephan-Platz am Marientor ...

... und erreicht dann die Haltestelle Poststraße.

Vor dem ehemaligen Haus des FDGB (die ursprüngliche Nutzung habe ich auf die Schnelle nicht ermitteln können) präsentiert sich TW 37. In wenigen Augenblicken hat er die Endstation Vogelwiese erreicht.
An dieser Stelle trennen nur wenige Meter die in Betrieb befindliche Gleisanlage und die Gleise, die weiter zum Salztor führen würden (dem nächsten Etappenziel für den Wiederaufbau der Naumburger Ringbahn).

Zunächst ist hier jedoch Schluss und die Zielbeschilderung schon geändert. Zurück geht es zum Hauptbahnhof.



Wieder am Jägerplatz angekommen.



Nachdem die Hauptattraktion des Wochenendes nun abgearbeitet wurde, hier noch ein kleiner Einwurf zu Weimar: von 1899 bis 1937 hatte auch die Goethestadt eine elektrische Straßenbahn, von der lediglich noch das Depot erhalten ist. Das Gelände mit der Wagenhalle und dem E-Werk wird heute von verschiedenen Vereinen und einem Kino genutzt. Auf dem Gelände findet sich auch der ehemalige Jenaer Beiwagen 160 wieder. Er wurde 1960 für Plauen gebaut und trug dort die Nummer 3. 1973 gelangte er nach Görlitz (71) und 1992 nach Jena. Im Jhare 2004 verschlug es ihn dann nach Weimar.




Die ehemalige Wagenhalle der Weimarer Straßenbahn.

Freitag, 20. September 2013

Sonntag: Historische Straßenbahnen zur Museumseröffnung



Am Sonntag, 22.09.2013 eröffnet das Potsdam Museum seine ständige Ausstellung unter dem Titel "Potsdam. Eine Stadt macht Geschichte". Die Besucher werden eingeladen zu einer Entdeckungsreise durch 1000 Jahre Potsdamer Geschichte, von den Anfängen als unbedeutendes Nest im Mittelalter über die barocke Residenzstadt bis zur Gegenwart als Landeshauptstadt Brandenburgs.

Um die Besucher, und hoffentlich auch zahlreiche Potsdamer, auf die Stadtgeschichte einzustimmen, werden an diesem Tag zwei ganz besondere "Kutschen" durch Potsdam rollen. Zwei historische Straßenbahnwagen, der offene Lindnerwagen aus dem Jahre 1907 und der sechzig Jahre jüngere, doch trotzdem schon betagte Gotha-Gelenkzug 177 lassen das Flair der Jahrhundertwende und der sechziger Jahre wieder aufleben.

Beide Wagen pendeln zwischen 14:00 und 17:30 Uhr im 20-Minuten-Abstand zwischen Platz der Einheit (Nord) und der Glienicker Brücke. Der Zustieg ist jeweils nur an den beiden Endpunkten möglich, die Fahrkarten für 3,- € für eine einfache Fahrt sowie für 5,- € für die Hin- und Rückfahrt sind im Wagen erhältlich.

Organisert wird die Fahrt in Zusammenarbeit mit dem Verein Historische Straßenbahn Potsdam e.V. und der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH.

Quelle: ViP

Dienstag, 20. Dezember 2011

Historische Fotoschätze

Für tram2000.de konnten im letzten Monat einige wertvolle Fotos aus den 80er Jahren erworben werden. Leider sind weder der Autor der Bilder noch der genaue Zeitpunkt der Aufnahmen bekannt. Wahrscheinlich entstanden die Aufnahmen im Zuge einer organisierten Sonderfahrt in den frühen 80er Jahren. Wenn Ihr nähere Angaben machen könnte, dann nutzt bitte die Kommentar-Funktion unterhalb.


Dieses Bild macht die Unterschiede zwischen dem Prototypen 002 und dem Serienwagen deutlich. Obwohl 002 nach einem Unfall eine neue Frontpartie mit runden Scheinwerfern bekam, blieben doch die Verkleidung der Lüftungsschlitze an der Dachkante, die  abweichende Schürze im Frontbereich und die gesickten Seitenbleche erhalten.


Kurz zuvor muss dieses Bild an der Ausstiegshaltestelle der Schleife „Am Stern“ entstanden sein. Die Schleife ging am 07. Oktober 1982 in Betrieb.


Höchstwahrscheinlich auf der Schnellbahnstrecke zum bzw. vom Stern entstand dieses Bild des KT4D 016, der als geführter Wagen unterwegs war.

 

ier hat der (Sonderfahrt?)-Zug den ehemaligen Hauptbahnhof erreicht. Am Nebengleis ein Zug der Linie 1 mit 271 als letztem Beiwagen eines Gotha-Dreiwagenzuges...


...bei dem es sich offensichtlich um diesen hier handelt.
 

Wenn die Aufnahmen richtig gedeutet werden, dann ist derselbe Zug 028+016 (?) hier auf dem Rückweg am Platz der Nationen (heute wieder Luisenplatz).


An der gleichen Stelle entstand die Aufnahme von diesem Zug mit Beiwagen 210.


Nicht zu obigen Bilderserie gehören diese beiden Aufnahmen. Sie wurden vom Amerikaner J.J. Buckley bereits in den 70er Jahren gemacht. Hier 176 in der Friedrich-Engels-Straße...


... und 174 am Platz der Einheit.

Freitag, 18. Februar 2011

Historische Bewegtbilder aus Schöneiche

Der YouTube-Kanal von "Tunnelmacke" ist eine wahre Fundgrube für Freunde der Straßenbahn. Das Reko- und Gothawagenparadies Schöneiche in den frühen achtziger Jahren ist ein wahrer Augenschmaus. Besonders sehenswert: die in eigner Werkstatt entstandenen wuchtigen Vierachser, von denen bis heute Wagen 73 bei der Schöneiche-Rüdersdorfer Straßenbahn als historische Fahrzeug überlebt hat.







Donnerstag, 16. Dezember 2010

tram2000.de mit neuen Fotogalerien

Dank der Mitwirkung zahlreicher Autoren, kann www.tram2000.de nun endlich auch mit einer Sammlung historischer Straßenbahnfotos aus Potsdam aufwarten. Heute begann der Umbau der Galerien KT4D und Gotha-Zweiachser. In nächster Zeit werden weitere Bilder die historische Sammlung bereichern. Vorbeischauen lohnt sich also.


Besonderer Dank gilt für das Bereitstellen der Bilder: Aare Olander, Ivo Köhler, Matthias Pfeiffer und Chris Dombrowski. Solltest Du auch noch Bildmaterial der Potsdamer Straßenbahn haben, dass vor 1997 entstanden ist und der Meinung bist, dass man es einem breiten Publikum nicht vorenthalten sollte, so immer her damit.

Montag, 29. November 2010

Historische Bildmaterial aus Brandenburg/Havel

Ein wunderbares Dokument der Zeitgeschichte sind diese drei Filme aus Brandenburg an der Havel, aufgenommen im März 1990.







Sonntag, 29. August 2010

100 Jahre Elektrische in Schöneiche

100 Jahre ist es her, dass zwischen dem kleinen Örtchen Schöneiche und der Hauptstadt der Straßenbahnbetrieb eröffnet wurde. Zunächst mit Benzoltriebwagen verkehrte die Linie ab 1914 elektrisch. Zwei Jahre zuvor hatte man sie bis nach Kalkberge (Rüdersdorf) verlängert.
An diesem Wochenende konnte die kleine Tram (14,km lang ist die Linie 88) nun ihren 100 Geburtstag feiern, an den noch vor wenigen Jahren niemand zu glauben wagte. Den Gästen dieses leider recht regnerischen Wochenendes wurden nicht nur die Raritäten der Schöneicher Straßenbahn geboten (Arbeitswagen im Korso, Einsatz des Eigenbau-Vierachsers, offene Türen im Betriebshof usw.). Aus der Museumswerkstatt Frankfurt/Oder, war der historische Triebwagen 60 (Bj. 1936) zu Gast. Hier nun ein paar Eindrücke aus Schöneiche von heute Morgen.

Dieser GT-6 der Heidelberger Straßenbahn (ex Heidelberg 237) kam im Jahre 2006 nach Schöneiche. Mit Baujahr 1973 könnte er zwar auch ein Museumswagen sein, ist aber mit derzeit noch drei anderen Ex-Heidelbergern im Linieneinsatz.

In die Wendeschleife am Bahnhof Friedrichshagen fährt hier der Frankfurter HTW 60 ein. Der Wagen wurde 1936 von der AEG in Wismar gebaut und ist einer von zwei erhaltenen Originalfahrzeugen der 30er Jahre in Brandenburg.


Hier der selbe Wagen bei der Abfahrt in Richtung Betriebshof Schöneiche.

Der heimliche Star der Schöneiche-Rüdersdorfer Straßenbahn ist allerdings TW 73. In eigener Werkstatt wurde dieser Wagen zusammen mit anderen Vierachsern mit neuem Wagenkasten versehen und sieht den Gothawagen dieser Zeit zum Verwechseln ähnlich. Kein Wunder - Teile der Karosse sind tatsächlich aus der DDR-Waggonschmiede.

Ein wuchtiger Anblick - HTW 73 bei der Einfahrt in die Wendeschleife in Friedrichshagen.


Neben den Heidelberger Wagen ist auch der Turmwagen A91 (Bj. 1914) ein "echter Wessi". 1925 kam er aus Krefeld nach Schöneiche und gehört seither hier zum Inventar. Er dürfte einer der ältesten Arbeitswagen in Deutschland sein.

Hier die Reste vom TW 45, der 2005 in einen schweren Unfall verwickelt wurde. Während der zerstörte Teil des Wagens bereits verschrottet ist, dient der erhaltene als Ersatzteilspender.

Der GT-6 Nr. 46 gönnte sich am Sonntag eine Ruhepause. Hier der Wagen vor dem Betriebshof.

Reichlich ausgeruht ist auch der ehemalige Cottbusser KT4D Nr. 18, der in Schöneiche längst nicht mehr eingesetzt wird.

Die Mittel sind knapp bei der SRS, daher harren auch die beiden ältesten Museumswagen seit Jahren der Aufarbeitung. Der historische Beiwagen 20 wurde 1928 gebaut und war zwischenzeitlich auch aufgearbeitet worden. Leider ist er derzeit aber nicht betriebsfähig. In Kürze soll aber ein weitere Anbau die Wagen wenigstens vor der Witterung schützen.

Weitere Informationen zur Schöneiche-Rüdersdorfer Straßenbahn findest Du hier:

wikipedia, srs gmbh und tram88.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Unfall legt Verkehrsknoten lahm

Am frühen Nachmittag (gegen 13:00 Uhr) kam es zu einem Zusammenstoß zwischen dem Zug aus 162+145 und einem Kleintransporter einer Baufirma. An der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Am Kanal rammte der Tatra-Zug den Transporter, der wohl aus der Yorkstraße kommend die Bahn übersehen hatte. Die genauen Umstände und der Zeitpunkt des Unfalls sind noch nicht bekannt. Zwischen dem Platz der Einheit und dem Hauptbahnhof musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden und das Netz war für die Dauer der Bergungsarbeiten getrennt. Die Züge des südlichen Teilnetzes endeten am Hauptbahnhof, die des nördlichen am Platz der Einheit. Gegen 13:40 Uhr konnte die Strecke wieder freigegeben werden.

162 hat bei dem Unfall einige Schrammen abbekommen und seinen Blinker eingebüßt. Hier steht der Wagen bereits einrückbereit am Platz der Einheit/Nord.


Das Ganze noch einmal von Nahem besehen.


Hier der Unfallgegner wenige Meter vom eigentlichen Ort des Geschehens entfernt. Die Polizei hat den Unfallhergang bereits aufgenommen.



Die ViP war mit ihrem Unimog und allen verfügbaren Dienst-KFZ angerückt. Der Abschleppwagen wurde aber nicht benötigt, der Zug war noch betriebsfähig.


Hinter dem Zug aus 162+145 stauten sich noch Combino 414 und 157+257. Alle anderen Linienbahnen fuhren bereits Umleitung.


Auch die Fahrgäste einer Sonderfahrt mit dem historischen Dreiwagenzug mussten eine Änderung ihrer Route in Kauf nehmen.

Nachtrag vom 10.12.2009:

Wie die PNN in ihrer Ausgabe vom 09.12. berichtet, ist 162 bei dem Unfall auch entgleist, was auch den Unimog und die große Anzahl von Dienst-KFZ erklärt. Zudem kam es bereits vor diesem Unfall zu zwei weiteren mit Straßenbahnbeteiligung.