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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Erste Straßenbahn erreicht Berliner Hauptbahnhof

Was lange währt wird endlich gut. Heute begann die BVG mit den Testfahrten auf der neuen Straßenbahnstrecke zum Hauptbahnhof. Wegen zahlreicher Unwegsamkeiten wird die Trasse, die eigentlich zur Fertigstellung des Bahnhofes im Jahre 2006 bereits in Betrieb gehen sollte, erst jetzt fertig. Am Sonntag, dem 14.12.2014 ist es dann endlich soweit, die Linie M5 wird als erste den Bahnhof erreichen. Die Linie M8 und M10 folgen im Sommer 2015, wenn auch der Knoten am Nordbahnhof fertig sein wird.

Die von einem Architekturbüro entworfene Haltestelle mit ihren geschwungenen Betondächern wird bis Sonntag nicht fertig. Daher wird die Tram diesen Stop auf einem eingleisigen provisorischen Abschnitt vorerst durchfahren und kurz dahinter bzw. davor zum Halten kommen. Im Sommer 2015 sollen auch hier die Arbeiten abgeschlossen sein.

Hier nun paar Eindrücke von den Messfahrten mit dem KT4D 6120, der neben seinem Einsatz im Liniendienst auch als Fahrleitungsbeobachtungswagen eingesetzt werden kann. Er verfügt, ähnlich unserem Potsdamer KT4D 301 über eine entsprechende Sichtkanzel auf dem Dach. Der dazugehörige Stuhl wird jedoch nur bei Bedarf eingebaut.

6120 wartet in der Invalidenstraße auf des "go!" für die Einfahrt in den provisorischen eingleisigen Abschnitt.

Die Fahrt ist freigegeben ...

.. und im Schritttempo rollt 6120 durch die unfertige Haltestellenanlage.

9:45 Uhr - angekommen! Nach Jahren der Planung und des Baus ist nun auch die Straßenbahn am Hauptbahnhof angekommen. U-Bahn und Bus waren bereits vor ihr da.

Natürlich trifft dieses Ereignis auch bei den Mitarbeitern der Baufirmen und der BVG auf großes Interesse.

Die Chausseestraße, monatelang straßenbahnfrei, wird ab 14.12. wieder von der Tram durchfahren. Hier KT4D 6120 an der Haltestelle U Oranienburger Tor.

Gute Fahrt auch auf der neuen Strecke und hoffentlich dauert es nicht wieder Jahre, bis zur nächsten Neueröffnung. Etliche Projekte gilt es noch zu realisieren.  

Donnerstag, 10. April 2014

Mit der Tram ins Sperrgebiet - BVG-Bahnen auf Abwegen

 T6A2 5169 und B6A2 5501 auf dem Truppenübungsplatz in Lehnin. Die Spuren der Rettungsübungen sind nicht zu übersehen.

Der Truppenübungsplatz in Kloster Lehnin wurde 1956 unter dem Decknamen „Dunkelkammer“ für die NVA eingerichtet und im Jahre 1984 mit einer Ortskampfanlage („Rauhberg“) versehen. Diese Anlage wird auch von den Feuerwehren und Rettungskräften der umliegenden Ortschaften genutzt, um Rettungseinsätze zu proben. Auch insgesamt drei Straßenbahnwagen (und ein U-Bahn-Wagen) sind auf dem Platz beheimatet. 
Hierbei handelt es sich zum einen um den Rekobeiwagen Nr. 267 213 der BVG und zum anderen um einen Zug aus einem T6A2 (ex BVG 5169) und einem B6A2 (ex BVG 5501). Der Rekobeiwagen wurde bereits 1993 von der BVG an den Busbetrieb Behrendt in Lehnin abgegeben, die diesen später an eine Privatperson in Michelsdorf weiterreichte. Später kam der Wagen als Aufenthaltsraum auf den Truppenübungsplatz, wo er bis heute beheimatet ist. Der Wagen wurde wohl 1963 aus einem B25 (Nr. 536) umgebaut und bekam die Nummer 2034. Ab 1971 wurde in 267 213 umgezeichnet.
Der T6/B6-Zug wurde 2013 an die Bundeswehr abgegeben und auf einem Schienenstück aufgestellt. Während der Triebwagen seine Inneneinrichtung inzwischen verloren hat, ist sie im Beiwagen noch vollständig erhalten. Während jedoch der Rekowagen gut gepflegt wird, dient der Tatra-Zug als Übungsobjekt und ist entsprechend ramponiert.
Der T6A2 mit dem Baujahr 1989 trug anfänglich die Nummer 218 169 und wurde 1992 zu 8169. 1994 modernisiert bekam er seine letzte Nummer, 5169. Der Beiwagen erreichte Berlin bereits 1988 und bekam die Nummer 268 201. 1992 in 8501 umgenummert wurde er ebenfalls zwei Jahre später modernisiert und kam als 5501 nach Berlin zurück. Er ging bereits 2002 außer Dienst.



 Während der Triebwagen seine Inneneinrichtung schon eingebüßt hat, ...

 ... ist sie im Beiwagen noch vorhanden.

Ohne Fahrleitung sicher auch ein sinnloses Unterfangen.

Als Aufenthaltsraum dient dieser ehemalige Berliner Rekobeiwagen. Das Fahrzeug wird gut gepflegt ...

... und ist gemütlich eingerichtet.

So präsentierte sich derselbe Wagen noch im März 1998 auf dem Hof eines Bauern in Michelsdorf bei Lehnin.

Dienstag, 15. März 2011

Polnische Tatras - Bilder aus Szczecin

Eine Fahrt ins polnische Szczecin lohnt sich allemal, hat sich doch das Bild der Straßenbahn in den letzten Jahren sehr gewandelt. Verschwunden sind die Gelenkwagen vom Typ Konstal 102Na und auch die deutschen GT6 (in Polen gerne "Helmut") genannt, sind heute Geschichte. Nichtsdestotrotz ist der Wagenpark weiter bunt und das nicht nur wegen der zahlreichen Lackierungsvarianten. Seit dem 01. Februar 2011 sind die Niederflurwagen der Firma Pesa auch in Szczecin zu Hause und ergänzen nun den Wagenpark aus polnischen Standardwagen 105Na und den ehemaligen Berliner KT4D und T6A2. Hier ein paar Eindrücke vom letzten Sonntag. Der Verkehr auf den Linien im Stadtzentrum ist übrigens auch an den Wochenenden sehr dicht.

Die Berliner T6A2 kommen sowohl in Traktionen als auch solo zum Einsatz. Hier der Zug aus 1209 und 1210 in der Bolesława-Krzywoustego.

Der Płac Rodła ist einer der Knotenpunkte im innerstädtischen Netz. Der Zug aus 1021+1022 wurde im Jahre 2008 modernisiert und trägt bereits die neue, inzwischen nicht mehr ganz frische Lackierung. Die neue Farbgebung ist übrigens Teil des neuen Stadtmarketing- und entwicklungskonzeptes "Szczecin 2050 - Floating Garden".

An der Uferpromenade auf Höhe der Langen Brücke (Most Długi) entstand dieses Bild einer 105Na-Traktion.

Die jüngste Serie im Wagenpark sind die Pesa 120Na, die derzeit auf den Linien 7 und 8 eingesetzt werden. Am 9.März erreichte der letzte von sechs bestellten Wagen Szczecin. Es sind die ersten Niederflurfahrzeuge in der Geschichte der Stadt. Hier Wagen 801 am Fuße der Księdza Kardynala Wyszyńskiego.

Einen nicht ganz so schmucken Eindruck macht dieser Zug aus zwei 105Na, der hier gerade die Dworcowa hinab fährt.

Nachfolgend noch einige Bilder vom Płac Rodła.
Hier ein polnischer Standartzug aus 762 und 763.


Reger Verkehr herrscht auch an Wochenenden. Man beachte die unterschiedlichen Lackierungsvarianten.

Zu den unterschiedlichen Hauslackierungen kommt auch noch die Berliner Lackierung hinzu. Hier der zweite Triebwagen des Zuges aus 209 und 210. Interessant ist der Übersteigschutz an der Kupplung.

Solo-T6A2 203 an einer der Haltestellen des Platzes. Das Überqueren der schwierigen Kreuzung dauert manchmal fast fünf Minuten - und das am Sonntag!

Nur wenig Substanz ist von der Altstadt geblieben, die 1944 zu fast 90% zerstört wurde. Am Fuße der beeindruckenden und frisch sanierten Katedra Świętego Jakuba (Jakobskathedrale) donnert KT4D 129 ins Tal.

Vor der Kulisse der Kościół Najświętszego Serca Pana Jezusa präsentiert sich KT4D 128. Die Liniennummern werden in vielen polnischen Betrieben traditionell auf großen Tafeln in Sichthöhe angebracht.

Zum Abschluss noch ein Bild vom Płac Rodła.
Zwei ehemalige Berliner in ihrer neuen polnischen Heimat.


Dienstag, 8. September 2009

Ein Hoch auf die S-Bahn Berlin


Dieser Blog wird sich nicht mit den Überraschungen beschäftigen, die die S-Bahn Berlin GmbH ihren Fahrgästen in den letzten Wochen und Monaten bereitet hat und bereiten wird. Eine künstlerische Umsetzung der "Chaostage" hat allerdings Radio "Fritz" vom rbb in petto:

S-Bahn-Jubel

Mittwoch, 10. Juni 2009

Ein Denkmal zieht um

Wie die MAZ vom 09.06.2009 berichtete ist der Umzug des Teltower Denkmals beschlossene Sache. Das Denkmal, dass an die frühere BVG-Linie 96 zur Machnower Schleuse erinnert, soll am kommenden Samstag an die Machnower Schleuse versetzt werden. Wie tram2000.blogspot.com bereits berichtete, soll in dem Wagen ein Informationszentrum eingerichtet werden. Die Umsetzung des Wagens wird durch Kräfte des THW realisiert.
Infos zum Denkmal findest Du hier im Blog.
Weitere Bilder der Linie gibt es auch auf der Seite des Potsdamer Vereins "Historische Straßenbahn e.V.".

Donnerstag, 21. Mai 2009

Ein Denkmal soll umziehen

Wie die MAZ in ihrer Ausgabe vom 13.05.2009 berichtet, soll das Denkmal an die 1961 eingestellte BVG-Straßenbahnlinie 96 umziehen. Der Mitteleinstiegswagen 3587 vom Typ TM36 steht derzeit sehr unspektakulär an der Ecke Potsdamer Straße / Elbestraße in Teltow. Die Heimatvereine von Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow bemühen sich nun darum, das Fahrzeug an die Machnower Schleuse zu verlegen, wo die Linie 96 bis 1961 endete. Nach der Rekonstruktion der Schleuse ist diese zu einer wirklichen Sehenswürdigkeit für Touristen geworden. Der Wagen soll zum Informationszentrum ausgebaut werden und so eine neue Aufgabe bekommen. Sollten die Verhandlungen mit der Stadt Teltow über die Dauerausleihe Erfolg haben, wird mit einem Umzug des Wagens zum Schleusenfest am 19. Juni 2009 gerechnet.

Mehr Informationen zur ehemaligen Linie 96 findest Du hier im Blog und bei den Berliner Verkehrsseiten.



Er soll nach Stahnsdorf umziehen: TM36 Nr. 3587, derzeit als unbeachtetes Denkmal in Teltow.


Samstag, 4. April 2009

Tatrabahnen mit besserem Klima

Nachdem der KT4D Nr 153 bereits im Sommer 2008 mit einer Klimaanlage für die Fahrerkabine ausgerüstet wurde, folgten nun im März Wagen 151 und im April der Wagen 150 nach. Ob eine Ausrüstung aller Wagen vorgesehen ist, ist bisher nicht bekannt, es ist aber anzunehmen, dass mindestens die Züge, die auch nach Beschaffung der bestellten Variobahnen im Einsatz sein werden, alle diese Anlagen erhalten. Vielleicht kann sich ja die ViP auch zu einer Verkleidung der Klimaanlagen analog den KT4D der BVG entscheiden.


KT4D-Zug 151+251 am Platz der Einheit. Der klobige Kasten der Klimaanlage sticht sofort ins Auge. Dem Fahrer gefällt es aber ganz sicher.


Die Hauptstadt verkleidet ihre Klimaanlagen mit einer Blende. Die BVG hat allerdings auch sonst wesentlich mehr Finanzen für ihren Wagenpark zur Verfügung.

Mittwoch, 24. September 2008

Innotrans 2008

Die weltgrößte Messe für Schienenverkehrstechnik hat ihre Pforten in Berlin geöffnet und zeigt die neuesten Trends im Bahn-Bereich. Für Freunde der Straßenbahn besonders interessant ist dabei natürlich vor allem das Freigelände, dass auch in diesem Jahr einige interessante Neuheiten zu bieten hat. Neben der Flexity-Berlin, kann erstmals die Variobahn für München und die neue Hochflur-Flexity für die Stadtbahn Frankfurt/Main bestaunt werden. Überdurchschnittlich stark sind im Straßenbahnsektor Produzenten aus dem ehemals "sozialistischen" Teil Europas vertreten.

Nachfolgend einige Impressionen von der Messe.

Wagen 9001 der BVG ist einer der Publikumsmagneten der Firma Bomardier. Nach Ende der Innotrans startet auch er den Testbetrieb in Berlin.

Die polnische Firma Pesa präsentierte ihren 122N, einer von bisher zwei Wagen für Bydgoszcz. Zur letzten Innotrans hatte die Firma den kürzeren Typen 120N vorgestellt.

Noch eine polnische Tram: Der PUMA von FSP. Ein bisschen erinnert der ja an die Warschauer 123N.

Kroatien macht mit der Crotram (TMK 2200) seine Aufwartung. Ansprechend in Design und Ausstattung interessieren sich inzwischen auch westeuropäische Städte für diese Niederflurbahn.

Als Ausstellungsfläche der Firma "Schalke" diente der frisch überholte Triebwagen 2001 der Dresdner CarGoTram, der von eben dieser Firma auch hergestellt wurde.

Samstag, 8. März 2008

Solidarität mit den streikenden MitarbeiterInnen von BVG und DB


Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden bestreikt - und das aus gutem Grund! Seit dem Tarifabschluss vom Jahre 2005 mussten die MitarbeiterInnen im öffentlichen Dienst bis zu 12% Lohnkürzungen hinnehmen und die Einführung eines Zwei-Klassen-Lohnes ertragen.

Das kann in Zeiten steigender Steuereinnahmen und Spekulationsausgleichen in Milliardenhöhe für die Landesbanken nicht weiter erduldet werden. Der Streik bei der BVG und der DB kann daher nur der Anfang für einen breiten Arbeitskampf im öffentlichen Dienst und darüber hinaus sein.

Unterstützen wir die streikenden MitarbeiterInnen der BVG und der DB. Dass in Berlin kein Rad mehr rollt ist nicht die Schuld der ArbeitnehmerInnen sonder aktiv betriebene Politik von Senat und Wirtschaft!

SOLIDARITÄT MIT ALLEN STREIKENDEN!

www.gdl.de
www.berlin.verdi.de

Montag, 11. Februar 2008

In der neuen Heimat

Straßenbahnwagen, die in Deutschland nicht mehr gebraucht werden, sind oft noch viel zu gut, um verschrottet zu werden. Gerade östlich der Oder finden sich auch heute noch zahlreiche Abnehmer. Die nachfolgenden Bilder sollen einen kleinen Eindruck vermitteln:

KT4Dm 101 in Szczecin.
Die Bundeshauptstadt veräußerte ihre Wagen nach u.a. nach Rumänien und Kasachstan. Die modernisierten Wagen gehen nun zum Teil nach Polen. Hier KT4Dm Nr. 101 in Szczecin.

GT6 910 in Szczecin.
Den Düsseldorfer Wagen 2308 verschlug es bereits 1996 nach Szczecin. Der Wagen war zum Zeitpunkt der Aufnahme 2007 bereits 50! Jahre alt.

Wagen 175+575 in Krakow.
Die deutsche Partnerstadt von Krakow (Polen) ist Nürnberg. Von dort aus, gelangten in den 90er Jahren zahlreiche Wagen in die ehemalige polnische Hauptstadt. Wagen 175 trug in Nürnberg die Nummer 333.


Ikraus 280T 3856 in Tscheljabinsk.
Nachdem der Obus-Betrieb in Hoyerswerder 1994 aufgegeben wurde, gelangte ein Teil der Fahrzeuge nach Tscheljabinsk (Russland). Hier Wagen 3856.

T3D 3091 in Ufa.
Im Jahre 2000 gelangte der ehemalige Chemnitzer Wagen Nr. 4371 zusammen mit etlichen anderen in die Hauptstadt Baschkortostans (Russland). Hier der Wagen am örtlichen Puppentheater.

Tallinn
Die estnische Hauptstadt Tallinn hat gerade für Fans von KT4Ds eine ganze Menge zu bieten. Um die alten T3 und B3 ausmustern zu können, wurden zahlreiche Wagen in Deutschland eingekauft. Inzwischen fahren hier Tatras aus Cottbus, Erfurt und Gera:

Im Mai 2005 rollte der ehemalige Geraer 328 mit seiner neuen Nummer 142 durch Tallinn. Hier auf der Narva maantee im Stadtzentrum...



In Erfurt trug der Tallinner KT4D 154 die Nummer 481. Seit 2007 ist auch er in der estnischen Hauptstadt zu Hause.


Kt4D 133 aus Cottbus. Mit der Nummer 53 war er bis 2004 in der Lausitz zu Hause, dann verließ auch seine Heimat in Richtung Osten...


Dienstag, 21. August 2007

Ein Denkmal in Teltow

Die Straßenbahnlinie 96 der BVG war eine von dreien, die die Stadtgrenze Berlins überfuhr. Vom Bahnhof Tempelhof aus machten sich die Züge dieser Linie auf den 22 km langen Weg bis zur Schleuse in Kleinmachnow. Doch nicht nur die BVG war am Betrieb der Linie beteiligt. Als Spätfolge der Währungsspaltung wurde die Strecke von der BVG-West ab dem 14. Oktober 1950 nur noch bis zur Sektorengrenze geführt, also bis zur Berliner Straße in Lichterfelde-Süd. Die KWU Potsdam organisierte mit Bussen den Inselverkehr zwischen Teltow Seehof und dem S-Bahnhof Stahnsdorf (nahe dem Waldfriedhof), da keine Straßenbahnwagen auf der Strecke verblieben waren. Erst ab 18. Dezember 1950 konnte der Straßenbahnverkehr mit geliehenen Fahrzeugen aus Woltersdorf und Straußberg wieder aufgenommen werden. Das KWU Potsdam gab die Verantwortung für diese Strecke ab dem 22. Dezember 1950 an die BVG-Ost, die den Inselbetrieb noch bis zum 1. November 1961 weiterführte. Der Mauerbau setzte der Straßenbahn in Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow dann eine Ende.


Neben Schienenresten in Stahnsdorf und Teltow, sowie vereinzelten Fahrdrahthaltern an Hauswänden, kann man in Teltow seit einigen Jahren auch wieder einen echten Straßenbahnwagen sehen. An der Kreuzung Potsdamer Straße / Elbestraße steht der restaurierte TM36 3587. Der Wagen war bis 1967 auf West-Berliner Gleisen unterwegs und wurde dann von einem Textilfabrikanten erworben. Seit 1971 schmückte er das Garagendach des Unternehmers. 1996 wurde der Wagen instandgesetzt und nach Teltow überführt, wo er nun leider unter freiem Himmel sein Dasein fristet.


Sonntag, 5. August 2007

Berliner Straßenbahnwagen...

... waren und sind in Potsdam keine Seltenheit. Der weitaus größte Teil der eingesetzten KT4D kommt aus der Hauptstadt und auch so manches andere Überbleibsel haben wir hier Berlin zu verdanken. In der Kulisse der "Berliner Straße" in Babelsberg, in der schon Filme wie "Sonnenallee" oder "Der Pianist" gedreht wurden, ist ein ehemaliger Berliner Rekowagen als Aufenthaltsraum abgestellt. Leider hat der Zahn der Zeit schon erheblich an dem Fahrzeug genagt, steht es doch weitgehend ungeschützt unter freiem Himmel. Eine Rolle in einem Film spielte der Wagen nie, Schienen durchziehen die Kulisse allerdings. Auf ihnen verkehrte ein angeblich Berliner Straßenbahnwagen die Szenerie des Sat.1-Films "Die Luftbrücke".




Sonntag, 3. Juni 2007

Abschied von der Alten und Neuen Schönhauser

Am 29.05. war es soweit, letztmalig verkehrte die Linie M2 durch die Alte und Neue Schönhauser Straße in Berlins Stadtzentrum. Die Trasse ersetzte zum Teil die in den 60er Jahren stillgelegte Strecke über den Alexanderplatz. Seit dem 30. Mai diesen Jahres erreicht die Tram nun den "Alex" direkt über die Karl-Liebknecht-Straße. Die alte Trasse wird aufgelassen.
Das Bild oben zeigt den Zweirichtungswagen 2036 an der Haltestelle "U-Weinmeisterstraße".



Am selben Tag fanden die letzten Vorbereitungen zur Eröffnung der neuen Trasse statt. Hier Wagen 2025 auf einer Testfahrt in der Karl-Liebknecht-Straße.