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Dienstag, 19. Februar 2013

Keine Straßenbahn nach Golm

Die Potsdamer SVV hat mit der bereits am 30.01.2013 erfolgten Annahme des Nahverkehrsplans 2012 - 2018 die Straßenbahnplanungen für Golm vorläufig beerdigt. Während im Entwurf zum Plan die Trasse noch auftauchte, ist die Textpassage im beschlossenen Dokument nicht mehr aufgeführt. Weiterhing geprüft wird die Trasse durch die Großbeerenstraße und in Planung ist auch die Strecke zum Campus Jungfernsee. Vorrangige Projekte am bestehenden Netz sind der weitere Ausbau im Bereich Barrierefreiheit und die Rekonstruktion der Heinrich-Mann-Allee, der Kastanienallee und der Schleife in Rehbrücke. Alle diese Projekte stehen allerdings unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit, die derzeit nicht gegeben ist.

Der Nahverkehrsplan kann hier eingesehen werden (großes PDF mit 72 Seiten).

Montag, 13. August 2012

Tramnetz soll wachsen - Fahrgastzahlen bereits im Plus

Die PNN berichtete in ihrer Wochenendausgabe, dass die Stadt Potsdam trotz geplanter Kürzungen der Fördermittel am Tramausbau festhalten will. Konkret geht es um drei Strecken, die seit Jahren geplant bzw. diskutiert werden: 1. die Straßenbahnlinie durch die Großbeerenstraße, 2. die Verlängerung in Richtung Golm und 3. die Verlängerung zum Campus am Jungfernsee.

Während die letztgenannte Trasse wohl in den nächsten Jahren errichtet wird, will sich die Stadt bei den beiden anderen Projekten bis 2025 Zeit lassen, erklärte Potsdams Stadtplanungschef Andreas Goetzmann bereits am Donnerstag bei einer Veranstaltung der SPD zum Stadtentwicklungskonzept Verkehr. Der Ausbau der Tram sei der einzige sinnvolle Weg, den MIV in Potsdam trotz wachsender Bevölkerung anteilig zurückzudrängen.

Unterstützung erhält die Stadt durch ihren Verkehrsbetrieb und dessen Geschäftsführer Martin Grießner. Dieser verwies außerdem auf die steigenden Fahrgastzahlen der ViP. Inzwischen sei man bei 102.000 Fahrgästen pro Tag – ein Anstieg um 5.000 Fahrgäste im Vergleich zu 2011. Allerdings rechnet man bei der ViP auch mit sinkender Kundenzufriedenheit. Dies hänge mit den zahlreichen Baustellen in der Stadt zusammen und den dadurch bedingten Verspätungen. Genaueres soll eine neue Kundenbefragung offenbaren, deren Ergebnis ab dem 20.08. vorliegt.

Dienstag, 13. März 2012

Zweisystembahn auch für Potsdam


So soll Potsdams Straßenbahnnetz wachsen, wenn es nach den Preisträgern des diesjährigen Schinkelpreises geht.

Mit der Straßenbahn nach Teltow und Golm, dass sind Projekte, die seit Langem diskutiert werden. Doch nun soll es noch weiter gehen: der neue Großflughafen (BER), Jüterbog, Wustermark, Bad Belzig und Wannsee sollen in Zukunft von Potsdam ohne mehrfaches Umsteigen erreichbar sein. So wünschen es sich jedenfalls die beiden Preisträger des diesjährigen Schinkelpreises (Sonderpreis Verkehrswesen Eisenbahnbau, gestiftet vom Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein e.V.) Stefan von Mach und Emmanuel Thuillier vom Fachgebiet Verkehrswesen der TU Berlin. Ihr preisgekrönter Plan sieht eine Zweisystembahn (ähnlich dem „Karlsruher Modell“) vor, bei dem das Straßenbahnnetz von Potsdam an verschiedenen Punkten mit dem Regionalbahnnetz der DB verknüpft werden würde. Neben dem Ausbau der Straßenbahninfrastruktur nach Golm, von wo die Bahnen dann nach Wustermark und Spandau weiterfahren würden und Teltow (hier endet die Straßenbahn), würden auch die derzeitigen Endstationen Rehbrücke (weiter nach Jüterbog und BER) und Pirschheide (weiter nach Bad Belzig) aufgewertet werden. Auch ein Anschluss des Bahnhofes Wansee über Steinstücken und Kohlhasenbrück sollte nach diesen Plänen erfolgen. Dort wiederum würde eine Straßenbahn zum U-Bahnhof Krumme Lanke eingerichtet werden.

Nach der kürzlich erfolgten Absage an den weiteren Ausbau der Straßenbahn in Potsdam, scheinen diese Pläne jedoch für die Schublade produziert zu sein. Angesehen werden können die Entwürfe zum Schinkel-Wettbewerb bis zum 16. März 2012 im „Schaufenster“ der Fachhochschule Potsdam (FHP), Friedrich-Ebert-Straße 6. Die Ausstellung ist jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen und Grafiken findest Du hier.



Montag, 12. März 2012

Tramnetz wird (fast) nicht weiter ausgebaut

Der Ausbau des Tramnetzes in Potsdam kann trotz beständigen Wachstums der Stadt nicht weiter forciert werden. Aufgrund der finanziellen Kürzungen auf Bundes- und Landesebene wird die Verlängerung der Straßenbahnlinie von der bisherigen Endstation an der Viereckremise zum Campus Jungfernsee auf absehbare Zeit der letzte Ausbau sein.  Der Verkehrsbetrieb muss nach den derzeitigen Plänen des brandenburgischen Verkehrsministeriums mit knapp einer Million Euro weniger auskommen. Die Verlängerung nach Golm und die dringend benötigte Route durch Babelsberg (Großbeerenstraße) sind damit hinfällig. Nicht gefährdet ist offensichtlich die Rekonstruktion der Gleise in der Heinrich-Mann-Allee und der Friedrich-Ebert-Straße.

Das neue Verkehrskonzept für Potsdam scheint unter diesen Umständen nicht aufzugehen. Geplant war den Autoverkehr bis zum Jahre 2025 in seiner Zahl, trotz wachsender Stadt konstant zu halten. Durch eine Stärkung des Umweltverbundes aus ÖPNV, Radfahrern und Fußgängern sollte der MIV-Anteil von 32% auf 23% gesenkt werden. Unter den nun gegebenen Umständen wäre dies kaum zu schaffen. Die ViP denkt derweil auch über Fahrpreiserhöhungen nach, um die Finanzlücken auszugleichen.

Quelle: PNN

Dienstag, 6. März 2012

Potsdams Straßenbahn bekommt weniger Geld

Was sich in der letzten Woche noch positiv anhörte, entpuppt sich nun, zumindest für die Potsdamer Straßenbahn als finanzielles Desaster. Das Bundesverkehrsministerium, welches dank eines CSU-Ministers mehr Geld für den Autobahnausbau zur Verfügung stellt, kürzt bekanntlich ab 2014 die Mittel für den Zuschuss zum ÖPNV erheblich. Brandenburg reagiert darauf wahrscheinlich wie berichtet zwar mit einer Anpassung seiner Förderpolitik, die Straßenbahn Potsdam wird davon allerdings nicht profitieren. Im Gegenteil: mit rund einem Drittel weniger Geld muss die Tram der brandenburgischen Landeshauptstadt demnach in Zukunft auskommen. Da Potsdam das größte Straßenbahnnetz des Landes hat, waren bisher jährlich die Hälfte aller finanziellen Mittel hierher geflossen. Mit dem neuen Verteilungsschlüssel ist das nun vorbei und die Planungen von Sanierungs- und Ausbauarbeiten stehen nun auch weiterhin auf der Kippe (tram2000.de berichtete bereits darüber). Den PNN gegenüber sagte der brandenburgische Verkehrsminister Vogelsänger am Montag, es sei „unrealistisch zu glauben, dass die Mittel in der bisherigen Höhe weiter fließen“. Wie von der ViP befürchtet stehen nun also die Sanierung der Friedrich-Ebert-Straße, der Heinrich-Mann-Allee und der Neubau der Trassen nach Golm und durch die Großbeerenstraße wieder in Frage.

Quelle: PNN

Mittwoch, 1. Februar 2012

Straßenbahnausbau gefährdet

 
Nicht nur die Sanierung der Trasse nach Rehbrücke ist gefährdet, auch die angekündigten neubauprojekte könnten Opfer des Rotstiftes werden.

Die drastischen Kürzungen des Bundes bei den Fördermitteln ab 2014 und deren gänzliches Auslaufen bis 2019 könnten auch für Potsdam erhebliche Konsquenzen haben. Wie ViP-Geschäftsführer Martin Grießner gestern im Rahmen einer Pressekonferenz des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen verlautbarte, wären sowohl Neubau- als auch Sanierungsprojekte bei der Potsdamer Straßenbahn betroffen. Konkret nannte er bei den Neubauprojekten die Trassen nach Golm und zum Campus Jungfernsee, die unter diesen Umständen nicht denkbar seien. Bei den Sanierungsprojekten wären sowohl die Friedrich-Ebert-Straße betroffen, deren Sanierung zwischen Platz der Einheit und Alleestraße im nächten Jahr starten sollte, als auch die Trasse in der Heinrich-Mann-Allee, die ab 2016 drei Jahre lang saniert werden sollte. Der Kauf der bestellten 18 Variobahnen sei hingegen nicht gefährdet. Bis zum Jahre 2023 würde die Stadt Potsdam jährlich 2,5 Mio. Euro für neue Fahrzeuge bereitstellen.

Kritik wurde bei dem Treffen auch an der Landeregierung laut, die bisher nur Bundesgelder weiterreiche, selbst aber keine ÖPNV-Fördermittel bereitstelle (an dieser Stelle wurde bereits darüber berichtet). Nur Bund, Land und Kommunen gemeinsam seien in der Lage, notwendige Investitionen zu tätigen, sagte VDV-Geschäftsführer Werner Faber. Nicht nur für Brandenburg seien die Folgen einer tatsächlichen Umsetzung der Kürzungspläne fatal.

Quelle: MAZ vom 01.02.2012. Weiterer relevanter Artikel hier, ebenfalls aus der MAZ vom 01.02.2012.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Stadt forciert Tramausbau

Das neue Verkehrskonzept für Potsdam, welches bereits am Montag vorgestellt wurde, sieht einen erheblichen Ausbau des Straßenbahnnetzes vor. Für Investitionen in Höhe von 96 Mio. Euro sollen bis 2025 neue Trassen nach Golm, zum SAP-Campus am Jungfernsee und durch die Großbeerenstraße entstehen. Die Stadt geht in ihrem Konzept von einem weiteren Wachstum der Stadt und damit von mehr Verkehr aus. Da die Straßen innerhalb der Stadt nicht weiter ausgebaut werden können, sei eine Forcierung auf den Umweltverbund aus ÖPNV und Fahrrad ein wichtiger Beitrag zur Lösung dieses Problems.  Der Anteil der Autofahrer soll dem Konzept nach bis 2025 von 32 auf 23 Prozent gesenkt werden.

Heftige Kritik kommt von Seiten der CDU und des ADAC. Die Potsdamer Christdemokraten sehen in dem Konzept eine Benachteiligung von Autofahrern und Busunternehmern und setzen auf Busse statt Straßenbahnen. Der ADAC kritisiert vor allem die Einführung sogenannter Pförtnerampeln, die bereits am Stadteingang die Einfahrt des MIV regulieren sollen.

Die SPD bleibt bei ihrer abwartenden Haltung gegenüber der Straßenbahnlinie nach Golm. Diese sei bereits auf breite Bürgerkritik gestoßen.


Quelle: MAZ und PNN.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Tramnetz soll weiter wachsen

Die PNN berichtet heute, dass Erweiterungen des Tramnetzes in Golm und Babelsberg von der Stadt weiter geprüft werden. Demnach wurden im Rahmen des in der Ausarbeitung befindlichen Stadtentwicklungskonzeptes (STEK) Verkehr, von drei beauftragten Büros mehrere Szenarien für eine Erweiterung der Tram nach Golm geprüft. Alle drei Büros empfehlen eine „vertiefende Untersuchung“ der Eiche-Tram und eine Netzerweiterung im Bereich Babelsberg.
Die Verlängerung in Golm könnte über zwei Trassen erfolgen, wobei bei der südlichen Trassenführung täglich knapp 3.500 Menschen die Straßenbahn nutzen würden. Rund 2.000 Einwohner des Ortsteils "Altes Rad" in Eiche wären dabei jedoch weiter auf den Bus angewiesen. Würde die neue Trasse direkt durch den Ortskern von Golm verlegt, könne von 5.500 Fahrgästen bei der Tram ausgegangen werden, dem Bus blieben 550 Passagiere.
Die Protestbewegung gegen die Tram bleibt aber weiter rege. Sie kritisiert, die Planer würden durch Häuser und Friedhof planen und die Anwohner würden nicht eingebunden.
Für Babelsberg werden offensichtlich wieder Pläne favorisiert, die bereits vor Jahren in der Diskussion waren. Eine Variante sieht den Bau einer neuen Trasse vom Johannes-Kepler-Platz zum S-Bhf. Babelsberg vor, die täglich von 4.500 Menschen genutzt werden würde. Die zweite Variante sieht einen weitere Verbindung vom Keplerplatz zum Hauptbahnhof vor, die über die Großbeerenstraße führen würde. Hier wäre mit 15.400 Fahrgästen zu rechnen. Diese zweite Variante würde die stark frequentierte Stern-Trasse entlasten.