Das
gestrige Unwetter mit Starkregen von bis zu 49 Litern pro Quadratmeter, hatte
auch Auswirkungen auf den Straßenbahnverkehr. Um 16:52 Uhr entgleiste kurz vor
der Haltestelle Friedhöfe der als Linie 91 vom Hauptbahnhof kommende Zug aus
KT4Dm 148 und 248. Offensichtlich waren die an dieser Stelle noch in die
Fahrbahn eingelassenen Rillenschienen mit Schlamm voll gelaufen, der sich vom
Ravensbergweg ergossen hatte. Mit der ViP-eigenen Eingleisetechnik und dem
Unimog 744 konnte der Zug bis 21:00 Uhr wieder auf die Schiene gebracht werden.
Der Straßenbahnverkehr war stark beeinträchtigt, müssen doch fast alle Linien
diesen Abschnitt passieren. Während die Linien des Nordnetzes am Platz der Einheit
wendeten, verkehrten die Wagen des Südnetzes zwischen Marie-Juchacz-Straße und
Bahnhof Rehbrücke.
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Mittwoch, 30. Juli 2014
Donnerstag, 12. Juni 2014
Rohrbruch: Potsdam-West ohne Tramanschluss
Gestern war der Fahrschulwagen 301 noch in der Zeppelinstraße unterwegs. Rund 200 Meter hinter dem Wagen tut sich heute eine großes Loch auf. Für die Tram gibt es kein Durchkommen mehr.
Ein Wasserrohrbruch in der Kastanienallee legt seit heute Morgen den Straßenbahnverkehr nach Potsdam-West lahm. Auf Höhe der Eisenbahnbrücke sind inzwischen Tiefbauarbeiten im Gange. Wie lange die Störung andauert ist nicht bekannt. Zwischen Platz der Einheit und Schloss Charlottenhof bzw. Bahnhof Pirschheide hat die ViP einen Schienenersatzverkehr für die Linien 91, 94 und 98 eingerichtet.
Mittwoch, 15. Januar 2014
Defekte Variobahn bringt Tramverkehr in der Innenstadt zum Erliegen
Gestern gab es für die Fahrgäste im morgendlichen Berufsverkehr einen unangenehme Überraschung. Wegen einer zwischen Platz der Einheit und Altem Markt liegen gebliebenen Variobahn, musste der Tramverkehr unterbrochen werden. Während die aus Süden kommenden Bahnen am Hauptbahnhof wendeten, war die Aufrechterhaltung des nördlichen Netzes nur bedingt möglich. Da sich offenbar zum Zeitpunkt des Geschehens neben den üblichen Linienbahnen auch einige einrückende Verstärkerzüge und Wagen der HVZ-Linien in dem Abschnitt befanden, war die Zahl der hier befindlichen Wagen sehr hoch. Trotz der Wendemöglichkeit am Platz der Einheit stauten sich sowohl in der Charlottenstraße als auch in der Friedrich-Ebert-Straße zahlreiche Wagen. Hier ein paar Eindrücke von gestern 8:50 - 9:15 Uhr.
Kein Fortkommen. Der Zug aus 157 und 255 in der Charlottenstraße. Dahinter haben sich bereits 149+249 eingefunden, ein Combino wird sich später auch noch hinzu gesellen.
Auf ihre Abfahrt Richtung Norden wartet Variobahn 429 am Platz der Einheit/Nord.
Ordentlich Wagenmaterial hat sich auch in der Friedrich-Ebert-Straße gesammelt. Zwei Züge der Linie 92 und eine 96 warten auf die Freigabe der Strecke. In wenigen Minuten (es war 09:05 Uhr) kann 405 seinen Fahrt fortsetzen.
Der Zug aus 150+250 wird der erste sein, der seine Fahrt auf normalem Wege wird fortsetzen können. Noch steht er aber an der Haltestelle am Platz der Einheit.
Alt trifft neu - an der Nordseite des Platzes der Einheit haben sich zahlreiche Züge angesammelt. So auch die Tatra-Traktion aus 151+251 und Variobahn 424.
Erst wenige Wochen im Einsatz ist Variobahn 434...
Die Kollegen von der Leitstelle hatten Einiges zu tun an diesem Vormittag.
Um 9:12 Uhr fuhren die ersten Bahnen schon wieder, dass es eine Weile dauern würde, bis der Fahrplan wieder stimmte, macht die Anzeige deutlich.
Als erster Zug erreichten 150 und 250 die Haltestelle Alter Markt / Landtag. Fahrziel "Bornstedt Kirschallee via Viereckremise". An der Seite stand allerdings das richtige Ziel.
Obwohl der Tramverkehr schon wieder lief, wendete auch 414 noch am Bahnhof. Er dürfte der letzte Wagen gewesen sein, der diese abweichende Linienführung nutzte.
Video bei Potsdam TV
Freitag, 6. Dezember 2013
Straßenbahn von "Xaver" ausgebremst
Um 08:30 Uhr machte sich Sturmtief "Xaver" auch im Potsdamer Straßenbahnverkehr bemerkbar. In der nordöstlichen Ecke der Schleife am Platz der Einheit war ein Baum in die Fahrleitung gestürzt. Der gesamte Straßenbahnverkehr nördlich des Hauptbahnhofes stand unvermittelt still. Zunächst wurde für Babelsberg eine Ersatzverkehr eingerichtet, für die übrigen Netzteile auf die Buslinien verwiesen.
Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe und anderer Firmen machten sich sofort an die Wiederherstellung der Stromversorgung, doch dauerte es bis ca. 12:00 Uhr, dass die ersten Bahnen wieder rollen konnten. Freigegeben wurde zunächst der Abschnitt Hauptbahnhof - Potsdam Nord (Kirschallee bzw. Viereckremise), auf den alle in der Friedrich-Ebert-Straße befindlichen Züge umgeleitet wurden. Das Abfließen der angestauten Bahnen dauerte allerdings wegen der derzeitigen Eingleisigkeit eine gewisse Zeit, so dass sich schnell vor dem Nauener Tor eine Reihe Straßenbahnen anstaute. Der Straßenbahnverkehr Richtung Pirschheide und Babelsberg bleibt weiter gestört, wobei offensichtlich auf der Strecke noch ein Schadwagen die Wiederaufnahme verhindert. Dies tat die ViP auf Ihrer Webseite kund. Man rechnet zu 14:00 Uhr mit der gänzlichen Wideraufnahme des Straßenbahnverkehrs.
Stand dieser Meldung. 12:20 Uhr.
Nachtrag 14:00 Uhr: Tramverkehr zwischen Platz der Einheit und Babelsberg bzw. Glienicker Brücke weiterhin und auf unbestimmte Zeit unterbrochen.
Nachtrag 15:45 Uhr: Der Tramverkehr ist auf allen Linien wieder aufgenommen.
Nachfolgend ein paar Impressionen, die zwischen 11:50 und 12:30 Uhr entstanden und den Prozess der Wiederaufnahme der Achse Hauptbahnhof Friedrich-Ebert-Straße zeigen.
Mittwoch, 17. Juli 2013
Gleich zwei LKW-Unfälle bremsen Tramverkehr aus - Bauarbeiten vorgezogen
Am heutigen Mittwoch musste der Straßenbahnverkehr in Potsdam gleich zweimal unterbrochen werden. Wie die MAZ in ihrer Online-Ausgabe mitteilt, war am frühen Morgen um 4:39 Uhr ein Hermes-LKW mitsamt Anhänger in die offen Gleisanlage vor der Staatskanzlei in der Heinrich-Mann-Allee gefahren. Unter Umgehung des nur durch die Straßenbahn zu öffnenden Schlagbaums, hatte sich der LKW in der Baustelle festgefahren. Die Gleisanlage wurde dabei so schwer beschädigt, dass die ViP sich entschied, die Bauarbeiten, die offiziell erst am Abend beginnen sollten vorzuziehen. Da allerdings die für den Einsatz auf dem Nordnetz vorgesehenen Züge nicht ausrücken konnten, musste die Strecke provisorisch wieder hergerichtet werden. Ab 8.30 Uhr konnten die Bahnen die Unfallstelle passieren. Bis dahin war für die Strecken des Südnetzes SEV mit Bussen und Taxen eingerichtet worden.
Nur wenige Stunden später musste der Tramverkehr nach Fontanestraße und zur Glienicker Brücke jedoch wieder eingestellt werden. Ein LKW-Ladekran hatte in der Berliner Straße gegen 12:10 Uhr die Oberleitung beschädigt. Zunächst sollte laut ViP gegen 13:00 Uhr der Betrieb zur Fontanestraße wieder aufgenommen werden, zu 14:00 Uhr wollte man auch die Strecke zur Glienicker Brücke wieder in Betrieb nehmen. Auch während dieser Unterbrechung kamen wieder Taxis als Ersatz für die Tram zum Einsatz.
Freitag, 26. April 2013
Tatras geraten aneinander
Am gestrigen Nachmittag streiften sich an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Am Kanal zwei Züge der Linie 99. Der Zug aus 148+248 geriet gegen 16:20 Uhr in der Kurve vor der Bibliothek mit dem Zug aus 152+252 aneinander. Einer der beiden Züge entgleiste beim Zusammentreffen.
Während der Sperrung des Abschnittes zwischen HBF und Platz der Einheit war das Netz geteilt. Die Bahnen des südlichen Netzes endeten bereits am Hauptbahnhof, die Bahnen des Nordnetzes konnten den Platz der Einheit zum Wenden nutzen. Die im Streckenabschnitt feststeckenden Bahnen wurden rückwärts zum HBF gefahren.
Bei dem Unfall wurde niemand verletzt, die Höhe der Schäden ist unbekannt. Die Züge konnten aus eigner Kraft den Unfallort verlassen. Zumindest Der Zug aus 148 und 248 wurde dazu allerdings umgekuppelt und 148 abgeschleppt. Während der Bergung kam auch der Unimog zum Einsatz.
Dienstag, 12. März 2013
Vario-Traktion auf dem Weg durch Potsdam
Heute gegen 11:20 Uhr konnte ein beeindruckendes Gespann beobachtet werden, welches sicher vielen Fahrgästen schon Hoffnung auf mehr Sitzmöglichkeiten machte - eine Traktion aus zwei Variobahnen. Bei dem Zug aus 421 und 430 handelte es sich aber wohl eher um das Abschleppen eines defekten Wagens als um ein Traktions-Experiment für den Linieneinsatz. Anbei ein paar Schnappschüsse in der Haltestelle Burgstraße/Klinikum.
Mittwoch, 16. Januar 2013
Tram gegen Tram – Verkehr für 40 Minuten unterbrochen
Zwischen 9:41 Uhr und 10:22 Uhr musste gestern der Straßenbahnverkehr in den Süden Potsdams unterbrochen werden. Wie die PNN heute berichtet, war in der Haltestelle Hauptbahnhof eine Variobahn auf eine andere aufgefahren. Da die Geschwindigkeit beim Zusammenstoß sehr niedrig gewesen sei, habe es lediglich einen Blechschaden an der Schürze einer Variobahn gegeben. Verletzt wurde niemand. Wie der Sprecher der Verkehrsbetriebe mitteilte, sei die in Richtung Rehbrücke fahrende Tram in der Haltestelle nicht rechtzeitig zum Stehen gekommen. Nach der Prüfung beider Fahrzeuge konnten diese ihre Fahrt fortsetzen.
Mittwoch, 9. Januar 2013
Rathaus nennt Störung des Tramverkehrs "nicht gravierend"
Als "nicht so gravierend" bezeichnet Rathaus-Sprecher Jan Brunzlow die regelmäßigen Unterbrechungen des Straßenbahnverkehrs in der Charlottenstraße. Bedingt durch Bauarbeiten ist die Straße seit Wochen für den Autoverkehr stadtauswärts gesperrt. Trotz eindeutigen Durchfahrt- und Parkverbots, parken immer wieder Autos im Bereich der Baustelle und blockieren so den Straßenbahnverkehr - teilweise sogar mehrfach an einem Tag, wie Leser des Blogs berichten. Bis Polizei und Abschleppdienst die Störung beheben können, vergehen leicht 30 Minuten, die für die Straßenbahnfahrgäste in Potsdam gerade im Winter wenig angenehm sind.
Angesichts der Ignoranz der Autofahrer fordert der Deutsche Bahnkundenverband nun ein hartes Durchgreifen gegen die Falschparker. Die Märkische Allgemeine zitiert Benjamin Karl vom Verband mit den Worten "Neben den fälligen Bußgeldern und möglichen Abschleppkosten sei zu
prüfen, ob Kosten für einen notwendigen Ersatzverkehr den illegal
parkenden Fahrern aufgebrummt werden sollten." Auch die Stadtverwaltung müsse ihre Hausaufgaben machen: „Die Verwaltung ist in der Pflicht, einen reibungslosen und
behinderungsfreien Straßenbahnverkehr zu gewährleisten“ und es sei zu
prüfen, „inwiefern die Absicherung des Baustellenbereichs verbessert
werden kann und muss“.
Die Stadt hat das Ordungsamt beauftragt, den Bereich strenger zu kontrollieren. Für weitergehende Maßnahmen sieht man offensichtlich jedoch keine Veranlassung, wie die Aussage von Herrn Brunzlow deutlich macht.
Mittwoch, 26. Dezember 2012
Eingefrorene Oberleitungen - Kaffee und Kekse für Tramfahrer
Bereits am 23.12.2012 (die Redaktion des Blogs war leider schon auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub), musste der gesamte Potsdamer Straßenbahnverkehr eingestellt werden. Überfrierender Regen hatte die Oberleitungen in Eis gehüllt und ein Passieren der Straßenbahnen war nicht mehr möglich. Pünktlich gegen 13:30 Uhr rollten die Bahnen in die nächstbeste Haltestelle und mussten dort, zusammen mit den Fahrerinnen und Fahrern ausharren.
Die ViP versuchte unterdessen unter Aufbietung aller Kräfte die ausgefallenen Straßenbahnen mit Hilfe von Taxis und Bussen zu ersetzen. Ein User auf der tram2000.de-Facebook-Seite berichtet, "die Fahrgäste zeigten großes Verständnis und versorgten sogar unsere Kollegen mit Kaffe und Keksen! Insgesamt wurde die Situation sehr gut gemeistert." Gegen 20:45 Uhr rollte die Straßenbahn wieder.
Dieses Foto von Benjamin Karl zeigt Combino 408 und eine Variobahn an der Haltestelle Hauptbahnhof. Wer hier liegen blieb, hatte noch Glück im Unglück...
... beschwerlicher war sicher der Weg zurück von der Turmstraße zum Keplerplatz. Combino 411 an eben dieser, für Busse nicht zu erreichenden Haltestelle. Foto: Andreas Berndt.
Freitag, 21. Dezember 2012
Falschparker bremst Tram aus
Rücksichtslos abgestellte PKW sind in Potsdam keine Seltenheit. Ob auf Grünanlagen, in Kreuzungsbereichen oder eben auf den Tramgleisen - Hauptsache der MIV hat seinen Platz. Die Baustelle in der Charlottenstraße ist ein beliebter Abstellplatz für besonders ignorante Fahrzeugführer. In den letzten Wochen kam es mehrfach zu Störungen des Tramverkehrs in diesem Bereich, so auch heute wieder. Ein Audi war heute gegen 14:00 Uhr derart "günstig" abgestellt worden, dass die Straßenbahn der Linie 91 (Zug aus 151+251) nicht passieren konnte. Auch der nachfolgende Wagen der Linie 94 (Combino 400) blieb hier stecken. Ein eilig herbeigerufener Abschleppwagen sorgte bald für freie Fahrt. Beide Züge mussten dazu um wenige Meter zurückgefahren werden. Für die an den nachfolgenden Haltstellen wartenden Fahrgäste war "die bekloppte Bahn mal wieder zu spät" ....
Donnerstag, 27. September 2012
Schwarzer Tag in Potsdam - Unfallserie bei der Straßenbahn
Der letzte Dienstag war ein schwarzer Tag für Potsdam Straßenbahnen. Eine Unfallserie mit einem Toten und vier Verletzten nahm ab 15:00 Uhr ihren Lauf, als in der Ricarda-Huch-Straße (Haltestelle Hirtengraben) eine bislang noch unbekannte Frau unachtsam die Gleise betrat. Um einen Zusammenprall zu vermeiden, musste der Tramfahrer eine Notbremsung einleiten. Während die Passantin sich unverletzt und schnell vom Unfallort entfernte, stürzte in der Bahn der Linie 98 eine Frau mit ihrem dreijährigen Sohn. Beide wurden durch verletzt.
Eine Stunde später, gegen 16:10 Uhr, konnte der Fahrer eines Zuges der Linie 93 den Zusammenprall mit einer ebenfalls unaufmerksamen 16jährigen nicht mehr verhindern, die an der Haltestelle Waldstraße die Gleise überquerte. Sie wurde von der bahn angefahren und brach sich dabei den Arm.
Der folgenschwerste Unfall des Tages ereignete sich allerdings an der Haltestelle Hans-Albers-Straße. Nach einer Streitigkeit unter Jugendlichen kam es zu einer Verfolgungsjagd, die ein offensichtlich alkoholisierter 25jähriger mit dem Leben bezahlte. An der Haltestelle kam er ins Straucheln und geriet dabei unter den Zug der Linie 98 (150+250). Trotz eingeleiteter Notbremsung wurde der junge Mann überrollt und starb noch am Unfallort. Zur Bergung des Toten musste der Tatrazug getrennt und Wagen 150 angehoben werden.
Bei allen drei Unfällen sind die Fahrer nach bisherigen Erkenntnissen unschuldig.
Auf Anfrage der PNN teilte die Polizei mit, dass die Zahl der Straßenbahnunfälle in den vergangenen Jahren konstant geblieben sei. „So habe es 2010 und 2011 jeweils 79 Unfälle gegeben, bei denen Straßenbahnen beteiligt gewesen sind. 2010 habe es 18 und ein Jahr später 21 Verletzte gegeben, darunter acht Schwerverletzte. Bis zur Unfallserie vom Dienstag seien die Zahlen in diesem Jahr sogar rückläufig gewesen: Denn bis Anfang der Woche seien 52 Tram-Unfälle mit 13 Leicht- und einem Schwerverletzten registriert worden“. Der letzte tödliche Unfall ereignete sich 2007, als ein Jugendlicher nach einer Veranstaltung im BUGA-Park aus der offenen Tür eines anfahrenden Straßenbahnzuges stürzte.
Weitere Informationen und Bilder:
MAZ, PNN, RBB (ab Minute 9:92)
Eine Stunde später, gegen 16:10 Uhr, konnte der Fahrer eines Zuges der Linie 93 den Zusammenprall mit einer ebenfalls unaufmerksamen 16jährigen nicht mehr verhindern, die an der Haltestelle Waldstraße die Gleise überquerte. Sie wurde von der bahn angefahren und brach sich dabei den Arm.
Der folgenschwerste Unfall des Tages ereignete sich allerdings an der Haltestelle Hans-Albers-Straße. Nach einer Streitigkeit unter Jugendlichen kam es zu einer Verfolgungsjagd, die ein offensichtlich alkoholisierter 25jähriger mit dem Leben bezahlte. An der Haltestelle kam er ins Straucheln und geriet dabei unter den Zug der Linie 98 (150+250). Trotz eingeleiteter Notbremsung wurde der junge Mann überrollt und starb noch am Unfallort. Zur Bergung des Toten musste der Tatrazug getrennt und Wagen 150 angehoben werden.
Bei allen drei Unfällen sind die Fahrer nach bisherigen Erkenntnissen unschuldig.
Auf Anfrage der PNN teilte die Polizei mit, dass die Zahl der Straßenbahnunfälle in den vergangenen Jahren konstant geblieben sei. „So habe es 2010 und 2011 jeweils 79 Unfälle gegeben, bei denen Straßenbahnen beteiligt gewesen sind. 2010 habe es 18 und ein Jahr später 21 Verletzte gegeben, darunter acht Schwerverletzte. Bis zur Unfallserie vom Dienstag seien die Zahlen in diesem Jahr sogar rückläufig gewesen: Denn bis Anfang der Woche seien 52 Tram-Unfälle mit 13 Leicht- und einem Schwerverletzten registriert worden“. Der letzte tödliche Unfall ereignete sich 2007, als ein Jugendlicher nach einer Veranstaltung im BUGA-Park aus der offenen Tür eines anfahrenden Straßenbahnzuges stürzte.
Weitere Informationen und Bilder:
MAZ, PNN, RBB (ab Minute 9:92)
Samstag, 15. September 2012
NPD-Demonstrationsversuch legt ÖPNV lahm
Der Versuch der NPD, heute in der brandenburgischen Landeshauptstadt eine Demonstration zu veranstalten, schlug fehl. Nachdem den Rechten alle Wege erfolgreich versperrt worden waren, mussten sie unverrichteter Dinge wieder abziehen. Bevor die Polizei sie Richtung Berlin geleitete, hatten sie stundenlang an der Tramhaltestelle am Hauptbahnhof ausharren müssen. Da dieser neuralgische Punkt von den meisten Tram- und Buslinien angefahren wird und die weiträumigen Sperrungen durch Polizei und die Blokaden der Gegendemonstranten ein Erreichen des Bahnhofes unmöglich machten, kam der Stadtverkehr fast gänzlich zum Erliegen. Die Tram verkehrte lediglich im Nordnetz. Gegen 16:30 Uhr war das Netz wieder komplett befahrbar.
Aktualisierung vom 17.09.2012.: Nach Hinweis von tram2000.de-Facebook-Usern kann mitgeteilt werden, dass auch der Netzteil Kirchsteigfeld - Bhf. Rehbrücke bedient wurde.
Aktualisierung vom 17.09.2012.: Nach Hinweis von tram2000.de-Facebook-Usern kann mitgeteilt werden, dass auch der Netzteil Kirchsteigfeld - Bhf. Rehbrücke bedient wurde.
Etwa 80 NPD-Anhänger hatten sich gegen 12:00 Uhr am Potsdamer Haupbahnhof versammelt und mussten nach gut vier Stunden unverrichteter Dinge wieder abziehen.
Bereits wesentlich früher hatte die Polizei die Trambrücke und die Gleisanlagen am Hauptbahnhof komplett gesperrt...
... und wo sonst die grün-weißen Straßenbahnen unterwegs sind, stapelten sich die grün-weißen Einsatzfahrzeuge.
Dass ein regulärer Betrieb so natürlich nicht mehr möglich war macht diese RBL-Tafel auf dem Kiewitt deutlich.
Nicht nur für 421 war die Fahrt am Platz der Einheit beendet.
Combino-Prototyp 400 hingegen hatte komplett freie Fahrt, die Linie 94 war von den Sperrungen nicht betroffen.
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