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Freitag, 26. April 2013

Tatras geraten aneinander

Am gestrigen Nachmittag streiften sich an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Am Kanal zwei Züge der Linie 99. Der Zug aus 148+248 geriet gegen 16:20 Uhr in der Kurve vor der Bibliothek mit dem Zug aus 152+252 aneinander. Einer der beiden Züge entgleiste beim Zusammentreffen.
Während der Sperrung des Abschnittes zwischen HBF und Platz der Einheit war das Netz geteilt. Die Bahnen des südlichen Netzes endeten bereits am Hauptbahnhof, die Bahnen des Nordnetzes konnten den Platz der Einheit zum Wenden nutzen. Die im Streckenabschnitt feststeckenden Bahnen wurden rückwärts zum HBF gefahren.

Bei dem Unfall wurde niemand verletzt, die Höhe der Schäden ist unbekannt. Die Züge konnten aus eigner Kraft den Unfallort verlassen. Zumindest Der Zug aus 148 und 248 wurde dazu allerdings umgekuppelt und 148 abgeschleppt. Während der Bergung kam auch der Unimog zum Einsatz. 










Weitere Infos auch hier und hier. Ein Video vom Unfallort findet Ihr hier.

Mittwoch, 7. November 2012

KT4D-Zug wieder im Einsatz

Knapp einen Monat nach dem schweren Unfall im Bornstedter Feld ist ein Teil der beteiligten Wagen wieder im Einsatz. Aus den beiden relativ unbeschädigten Wagen 157 und 255 wurde ein "neuer" Zug gebildet. Über das Schicksal der beiden anderen Wagen (155 und 257) ist nicht bekannt, eine Rückkehr ist aber wegen der anstehenden Ausmusterung der KT4D wohl nicht zu erwarten.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Schwerer Straßenbahnunfall im Bornstedter Feld

 Zeit zum Abschiednehmen - 155 wird nach dem Zusammenstoß von gestern wohl nicht wieder zum Einsatz kommen.

Zwei Tatra-Züge stießen gestern gegen 14:10 Uhr an der Kreuzung Kiepenheuer-Allee / Georg-Hermann-Allee zusammen. Der Zug der Linie 96 (155+255) näherte sich von der Viereckremise kommend der gut zu übersehenden Kreuzung, während der Zug der Linie 92 (157+257) gerade in Richtung Kirschallee die Kreuzung passierte. Nach Aussage des Fahrers des Zuges der Linie 96 hätten die Bremsen des Zuges versagt. 155 rammte den rollenden 257 und drückte diesen aus dem Gleis. Auch 155 entgleiste. Beim Aufprall wurden zwei Frauen verletzt.
Für beide Wagen sollte dies das Ende bedeuten, ist doch 155 im Frontbereich schwer beschädigt und auch das vordere Drehgestell abgetrennt. KT4Dm 257 hat auf der gesamten Türseite Schäden erlitten, die unter anderen Vorzeichen sicher repariert worden wären. Die ViP hatte allerdings in den letzten Monaten auch schon unbeschädigte Tatra-Wagen verschrottet, da diese sowieso für die Ausmusterung vorgesehen sind. Vielleicht bleibt aber wenigstens ein Zug aus 157 und 255 zurück.

Bilder des Unfalls finden sich auf den Seiten der MAZ und der PNN.

Donnerstag, 27. September 2012

Schwarzer Tag in Potsdam - Unfallserie bei der Straßenbahn

Der letzte Dienstag war ein schwarzer Tag für Potsdam Straßenbahnen. Eine Unfallserie mit einem Toten und vier Verletzten nahm ab 15:00 Uhr ihren Lauf, als in der Ricarda-Huch-Straße (Haltestelle Hirtengraben) eine bislang noch unbekannte Frau unachtsam die Gleise betrat. Um einen Zusammenprall zu vermeiden, musste der Tramfahrer eine Notbremsung einleiten.  Während die Passantin sich unverletzt und schnell vom Unfallort entfernte, stürzte in der Bahn der Linie 98 eine Frau mit ihrem dreijährigen Sohn. Beide wurden durch verletzt.

Eine Stunde später, gegen 16:10 Uhr, konnte der Fahrer eines Zuges der Linie 93 den Zusammenprall mit einer ebenfalls unaufmerksamen 16jährigen nicht mehr verhindern, die an der Haltestelle Waldstraße die Gleise überquerte. Sie wurde von der bahn angefahren und brach sich dabei den Arm.

Der folgenschwerste Unfall des Tages ereignete sich allerdings an der Haltestelle Hans-Albers-Straße. Nach einer Streitigkeit unter Jugendlichen kam es zu einer Verfolgungsjagd, die ein offensichtlich alkoholisierter 25jähriger mit dem Leben bezahlte. An der Haltestelle kam er ins Straucheln und geriet dabei unter den Zug der Linie 98 (150+250). Trotz eingeleiteter Notbremsung wurde der junge Mann überrollt und starb noch am Unfallort. Zur Bergung des Toten musste der Tatrazug getrennt und Wagen 150 angehoben werden.

Bei allen drei Unfällen sind die Fahrer nach bisherigen Erkenntnissen unschuldig.

Auf Anfrage der PNN teilte die Polizei mit, dass die Zahl der Straßenbahnunfälle in den vergangenen Jahren konstant geblieben sei. „So habe es 2010 und 2011 jeweils 79 Unfälle gegeben, bei denen Straßenbahnen beteiligt gewesen sind. 2010 habe es 18 und ein Jahr später 21 Verletzte gegeben, darunter acht Schwerverletzte. Bis zur Unfallserie vom Dienstag seien die Zahlen in diesem Jahr sogar rückläufig gewesen: Denn bis Anfang der Woche seien 52 Tram-Unfälle mit 13 Leicht- und einem Schwerverletzten registriert worden“. Der letzte tödliche Unfall ereignete sich 2007, als ein Jugendlicher nach einer Veranstaltung im BUGA-Park aus der offenen Tür eines anfahrenden Straßenbahnzuges stürzte.

Weitere Informationen und Bilder:

MAZ, PNN, RBB (ab Minute 9:92)

Montag, 21. Mai 2012

Unfall legt Tramverkehr lahm


Heute gegen 19:00 Uhr kam es an der Kreuzung Zeppelinstraße / Breite Straße zu einem Unfall zwischen einer Straßenbahn (Zug aus KT4Dm 150+250, Linie 91) und einem PKW. Der Autofahrer hatte beim Abbiegen offensichtlich die herannahende Tram übersehen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die Polizei noch nicht vor Ort. weitere Angaben können derzeit nicht gemacht werden.

Dienstag, 20. September 2011

James Bond fährt Tramwaj

Der Russische Film "Gorjatschie Novosti" - in etwa "Brandaktuelle Neuigkeiten" fällt nicht wirklich durch hohe Qualität auf und ist letztlich ein einziges Geballere. Für Straßenbahnfreunde dürfte aber die Verfolgungsszene interessant sein, bei der eine Straßenbahn die entscheidende Rolle spielt. Der Moskauer KTM-8M 5209 des Rusakov-Depots ist übrigens bis heute im Einsatz.

 

Die Verfolgungsszene beginnt bereits am Anfang des Clips.


Donnerstag, 15. September 2011

Straßenbahn entgleist

Potsdam (dpa/bb) - Nach der Entgleisung einer Straßenbahn im Zentrum vom Potsdam am Mittwoch haben Rettungskräfte die ganze Nacht über an der Bergung gearbeitet. Erst am frühen Donnerstagmorgen sei der Verkehr wieder problemlos gelaufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Straßenbahn war in der Friedrich-Engels-Straße am Hauptbahnhof entgleist, nachdem ein 81-Jähriger sie mit seinem Auto gerammt hatte. Die Tram kam etwa zehn Meter neben dem Gleisbett zum Stehen. Schwer verletzt wurde niemand. Die Bergungsarbeiten auf einer der wichtigsten Potsdamer Verkehrsadern dauerten anschließend rund zehn Stunden.

Nachtrag: Da die ViP den Schaden am Zug aus KT4Dm 130 und 131 mit "im Hundertausenderbereich" angibt, ist davon auszugehen, dass er wohl einer der ersten ist, die durch die neuen Variobahnen ab Samstag ersetzt wird.


Montag, 20. Juni 2011

Tramkatastrophe als Übungsszenario

Das Foto von Ivo Köhler zeigt den Zug aus 143/141 und 123 auf der Überführung an der Wetzlarer Straße. Wahrscheinlich ist dies der letzte "Einsatz" des hinten wie vorn schwer beschädigten Wagens.

Für eine Großübung der Potsdamer Berufsfeuerwehr in Kooperation mit anderen Einsatz- und Rettungskräften wurde am 19.06.2011 zwischen 9:30 Uhr und 12:30 Uhr auf der Betriebstrecke zum Straßenbahndepot ein schwerer Straßenbahn-Unfall inszeniert. Laut Szenario hatten Sprayer versucht, die fahrende Bahn zu besprühen. Bei der eingeleiteten Notbremsung sprang die Bahn aus den Schienen. Unter der Brücke ereignete sich kurze Zeit später ein Autounfall, was die Ausgangslage für die Rettungskräfte weiter erschwerte. Auch wenn das Ganze eher nach einem Sat.1-Spielfilm klingt, konnten durch diese Inszenierung zahlreiche Aspekte einer innerstädtischen Katastrophe geprobt werden.

Die ViP stellte für den "Unfall" einen interessanten Straßenbahnzug zur Verfügung. Hierbei handelte es sich um die Wagen 143/141 und 123. Für die beiden am 5.Mai 2011 bei einem Auffahrunfall beschädigten Hälften von KT4Dm 141 und 143 war dies wohl der letzte Einsatz. 123 steht weiterhin im Liniendienst. Der übel zugerichtete Unfall-Wagen ließ die Szenerie noch einmal authentischer erscheinen.

Beitrag in der PNN vom 20.06.2011
Fotostrecke auf der Seite der Potsdamer Feuerwehr

Montag, 30. Mai 2011

Aus zwei mach eins - 141 wieder im Einsatz

Der Wagen 141, der bei einem Auffahrunfall am 05. Mai schwer beschädigt worden war, ist heute bereits wieder im Einsatz gesichtet worden. Vom Wagen selbst ist allerdings nur das A-Teil geblieben, das B-Teil stammt von Wagen 143. Dieser war als führender Wagen auf den geführten 141 aufgefahren. Die beiden nun nicht mehr verwendeten Teile können wahrscheinlich nur noch verschrottet werden, womit der Wagen 143 nicht mehr existieren würde. Gesichtet wurde 141 heute hinter 162.


Diesen Zug (143+141) wird es so nicht mehr geben. Die unbeschädigte A-Partie von 141 und die ebenfalls intakt gebliebene Heck-Partie von 143 bilden nun den neuen Wagen 141.
Link

Dienstag, 10. Mai 2011

Auffahrunfall auf Stern-Trasse

Bereits am letzten Donnerstag kam es zu einem Auffahrunfall mit zwei Tatra-Zügen auf dem Streckenabschnitt zwischen Turmstraße und Abzweig Betriebshof. Gegen 14:40 waren beide Züge aufeinander gefahren, wobei der Triebwagen 141, der als zweiter Triebwagen des ersten Zuges fuhr, am Heck beschädigt wurde. Der auffahrende TW 143 erlitt Schäden an der Front. Bei dem Unfall wurden vier Fahrgäste und ein Fahrer leicht verletzt.

Die Rettungsarbeiten und die Bergung der Fahrzeuge gestaltete sich durch die Höhe des Bahndammes sehr schwierig. Der eingerichtete SEV konnte erst nach 16:30 wieder aufgehoben werden. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Unfall in der Berliner Straße

Gegen 17:00 Uhr kam es heute an der Ausfahrt des Ernst-von-Bergmann-Klinikums in Höhe der Holzmarktstraße zu einem Unfall zwischen einem PKW und dem Combino 407 „Basel“. Über den Unfallhergang ist nichts bekannt. Der Straßenbahnverkehr auf den Linien 93, 94 und 99 war für ca. 30 Minuten unterbrochen. Nach Aufnahme des Unfalls durch die Polizei setzte 407 seine Fahrt auf der Linie 94 mit leichten Blessuren im Frontbereich fort.

Ungleiche Verhältnisse - 407 konnte nach dem Crash seine Fahrt fortsetzen.
Ob das auch für den PKW galt?


Hinter dem Unfallwagen warteten bereits die nächsten Linienwagen. Hier 162+141 als Linie 93, dahinter der Zug der Linie 99 mit 143 an der Spitze. Auch die Nächste 94 (Zug 152+252) stand bereits in der Haltestelle "Schiffbauergasse / Uferweg" bereit.

Sonntag, 21. November 2010

Combino-Prototyp entgleist

Am heutigen Samstag-Vormittag entgleiste Combino Nr. 400 "Perugia" im Bereich des Wendedreiecks an der Glienicker Brücke. Offensichtlich war der Wagen bei der Ausfahrt aus dem Dreieck, bei der der hintere Führerstand genutzt wird, aus dem Gleis gesprungen und hat dabei einen Straßenpoller und und einen Mast der Straßenbeleuchtung gerammt. Am Wagen wurde das Seitenfenster des Führerstandes zerstört und die Schürze im Frontbereich beschädigt. Wie es zu diesem Unfall kam und ob weitere Schäden entstanden sind, konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden. Die Eingleisung an der das für solche Fälle bestens ausgerüstete THW eingesetzt wurde (siehe auch hier und hier), dauerten bis in den Nachmittag an. Es wurde Schienenersatzverkehr zwischen Platz der Einheit und Glienicker Brücke organisiert.

Profis können anhand dieses Bildes sicher den Unfallhergang bereits deuten - an dieser Stelle sollen aber keine Spekulationen getätigt werden.


Die ViP selbst war mit zahlreichen Hilfsgerätewagen vor Ort im Einsatz...


... und wurde zusätzlich von den Helfern des THW mit deren Technik unterstützt. Hier ist deutlich die Hebetechnik zu sehen.


Für die Fahrgäste des am Wochenende recht spärlich genutzten Streckenteils der Linie 93 galt umsteigen am Platz der Einheit.

Nachtrag vom 22.10.2010, 10:11:
Wie die Potsdamer Neuesten Nachrichten heute berichten, soll der Combino in der Nacht von einem Schwerlasttransporter abtransportiert worden sein. Genaue Angaben zum Unfallhergang sind bisher von der ViP nicht gemacht worden. Der PNN-Artikel bezieht sich auf Angaben der Polizei und diesen Post.

Freitag, 16. Juli 2010

Combino 409 wieder im Einsatz

Seit fast einem Jahr war Combino 409 nicht mehr in der Stadt zu sehen. Am 29.08.2009 war der Wagen in einen Unfall mit einem PKW verwickelt und daraufhin entgleist. Wie Teilnehmer des Forums "Drehscheibe Online" berichten, ist der Wagen inzwischen wieder im Einsatz.

So sah 409 "Melbourne" noch im März 2010 aus: arg lädiert präsentiert sich die Frontverkleidung, die Kupplung, deren Abdeckung und das erste Drehgestell hatte der Wagen eingebüßt.

Bilder vom Unfall gibt es auf der Seite des
THW Potsdam.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Unfall legt Verkehrsknoten lahm

Am frühen Nachmittag (gegen 13:00 Uhr) kam es zu einem Zusammenstoß zwischen dem Zug aus 162+145 und einem Kleintransporter einer Baufirma. An der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Am Kanal rammte der Tatra-Zug den Transporter, der wohl aus der Yorkstraße kommend die Bahn übersehen hatte. Die genauen Umstände und der Zeitpunkt des Unfalls sind noch nicht bekannt. Zwischen dem Platz der Einheit und dem Hauptbahnhof musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden und das Netz war für die Dauer der Bergungsarbeiten getrennt. Die Züge des südlichen Teilnetzes endeten am Hauptbahnhof, die des nördlichen am Platz der Einheit. Gegen 13:40 Uhr konnte die Strecke wieder freigegeben werden.

162 hat bei dem Unfall einige Schrammen abbekommen und seinen Blinker eingebüßt. Hier steht der Wagen bereits einrückbereit am Platz der Einheit/Nord.


Das Ganze noch einmal von Nahem besehen.


Hier der Unfallgegner wenige Meter vom eigentlichen Ort des Geschehens entfernt. Die Polizei hat den Unfallhergang bereits aufgenommen.



Die ViP war mit ihrem Unimog und allen verfügbaren Dienst-KFZ angerückt. Der Abschleppwagen wurde aber nicht benötigt, der Zug war noch betriebsfähig.


Hinter dem Zug aus 162+145 stauten sich noch Combino 414 und 157+257. Alle anderen Linienbahnen fuhren bereits Umleitung.


Auch die Fahrgäste einer Sonderfahrt mit dem historischen Dreiwagenzug mussten eine Änderung ihrer Route in Kauf nehmen.

Nachtrag vom 10.12.2009:

Wie die PNN in ihrer Ausgabe vom 09.12. berichtet, ist 162 bei dem Unfall auch entgleist, was auch den Unimog und die große Anzahl von Dienst-KFZ erklärt. Zudem kam es bereits vor diesem Unfall zu zwei weiteren mit Straßenbahnbeteiligung.

Dienstag, 8. September 2009

Combino entgleist

Bereits am Samstag dem 29.08.2009 kam es zu einem Unfall zwischen einem PKW und Combino 409 "Melbourne". Der Fahrer des PKW hatte an der Kreuzung Heinrich-Mann-Allee / Zum Teufelssee offenbar die nahende Tram übersehen. Das Auto wurde vom Combino mehrere Meter mitgeschleift, bis die Bahn aus den Gleisen sprang und zum Stehen kam. Die drei Insassen des PKW trugen schwere Verletzungenn davon. Passgiere der Bahn und der Fahrer blieben unverletzt. Das Technische Hilfswerk hat die Aufräumarbeiten auf seiner Webseite dokumentiert.

Freitag, 1. Mai 2009

Die letzte Fahrt


Der Zug am Platz der Einheit/West. Zuvor mussten noch Teile der vorderen Schürze abgeschweißt werden.


Hier Aufnahmen vom Alten Markt...

Mittwoch, 29. April 2009

Die Bergung des Unglückszuges

Nachdem der entgleiste Führungstriebwagen 160 wieder eingegleist war, wurde die Traktion aus eigener Kraft (161 zog) und begleitet durch Mitarbeiter des THW und der ViP zum Platz der Einheit verbracht, wo er über die Weichenanlage am Platz der Einheit/Nord gewendet wurde.

Dass der Fahrer dieses Wrack leichtverletzt verlassen hat, grenzt fast an ein Wunder.


Ohne den Einsatz schweren Gerätes hätte die Unglücksbahn die Bahnsteigkante nicht passieren können.




Begleitet von zahlreichen Schaulustigen setzte sich der Zug im Schritttempo gegen 22:00 Uhr in Richtung Betriebshof in Bewegung.

Tram rammt LKW - 10 Menschen verletzt

Beim Zusammenstoß des Tramzuges aus 160+161 mit einem LKW am Nauener Tor wurden gestern zehn Menschen leicht verletzt. Der Zug war nach Angaben vom Inforadio des rbb ungebremst in den LKW gefahren und wurde dabei aus den Gleisen gehoben. Am Wagen entstand Totalschaden, wie ViP-Geschäftsführer Martin Weis inzwischen bestätigte. Über die Unfallursache gibt es derzeit noch Unklarheiten. Während die PNN berichten, der LKW hätte aus der Hegelallee kommend die rote Ampel überfahren, spricht Inforadio noch von einer "unbekannten Unfallursache". Allerdings ist dies nicht der erste Unfall an dieser unübersichtlichen Stelle, der durch Unachtsamkeit von Autofahrern verursacht wurde. Dass der Straßenbahnzug gegen das Tor geschleudert wurde, kann wohl inzwischen als Legende angesehen werden.

Die Potsdamer Tageszeitungen zum Unglück: PNN, MAZ
Ein Video vom Unglücksort gibt es bei PotsdamTV.
Weitere Bilder gibt es bei flickr.

Dienstag, 28. April 2009

Schweres Straßenbahnunglück in Potsdam

Heute wurde gegen 18:00 Uhr der Zug aus 160+161 bei der Durchfahrt durch das Nauener Tor von einem LKW gerammt. Dabei wurde der führende Wagen 160 wohl gegen das Tor geschleudert. Den Verformungen am ersten Wagenteil nach zu urteilen, muss der Aufprall erheblich gewesen sein. Ob Menschen verletzt wurden, wollten Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe am Unfallort nicht sagen.
Zusammen mit dem Technischen Hilfswerk wurde der Zug geborgen, der von 161 zuerst rückwärts bis zum Platz der Einheit gezogen wurde. Dort mussten mit schwerem Gerät Teile der Fahrwerksblenden abgenommen werden. Da die Schleife am Platz von allen Spätlinien genutzt wird, brach der Straßenbahnverkehr für ca. eine Stunde komplett zusammen. Gegen 22:00 Uhr machte sich der Zug auf seine letzte Fahrt.
161 wird sicher wieder in Potsdam zu sehen sein, 160 hingegen ist damit Geschichte. Es bleibt nur zu hoffen, dass keine Menschen ernstlich verletzt wurden. Bilder und Videos von der nächtlichen Bergung gibt es in Kürze hier.

Freitag, 14. November 2008

Auch Potsdam in Achsen-Panik

Kurz vor 15:00 Uhr geschah am 10.11.2008 ein Vorfall, den es so bei der ViP noch nicht gegeben hatte. Laut MAZ vom 11.11.2008 meldete der Fahrer des Zuges 159+259 der ViP-Leitstelle ein "undefinierbares Rumpeln" am hinteren Drehgestell des führenden Triebwagens. Die Leitstelle wies an, die Fahrgäste an der Haltestelle "Bisamkiez" aussteigen zu lassen und den Zug einrücken zu lassen. Bereits wenige Meter nach der Haltestelle kam der Zug ungewollt zum Stehen. Grund - ein Achsbruch hatte die Tatra lahmgelegt. Während die Bergungsarbeiten bis kurz nach 17:00 Uhr andauerten, begann es daruf hin sofort im Blätterwald zu rauschen.

Die Untersuchungen an den ICE-Zügen der DB AG und den Wagen der Berliner S-Bahn GmbH ließen auch für Potsdam schnell Fragen nach der Zuverlässigkeit der Achsen aufkommen, die MAZ fragte gar nach einer kompletten Stillegung der Potsdamer Tatra-Flotte. Die ViP hingegen beruhigt die Fahrgäste, deratige Vorfälle habe es bisher nicht gegeben und man werde den Unfall genauestens prüfen.

Die Nachricht kann sowohl beim rbb als auch in den Potsdamer Zeitungen MAZ und PNN nachgelesen werden.

Der Unglücksrabe wenige Wochen vor dem Unfall am Platz der Einheit. Hier noch mit dem originalen Drehgestell.