Montag, 3. März 2008

Ein Sonntagsspaziergang

Da der angekündigte Sturm "Emma" schwächer ausfiel als erwartet, konnte man sich an einem freien Sonntag der Potsdamer Stadtlandschaft und der entsprechenden Luft hingeben. Hier also ein paar Eindrücke eines ganz normalen Sonntags bei der Potsdamer Tram:


Seit ein paar Tagen wieder im Einsatz ist Combino 408. Von seiner Stadtwerke-Werbung wurde er inzwischen befreit und dreht nun werksfrisch seine Runden durch die Stadt. Hier ein Bild aus der Charlottenstraße, in die der Wagen mit dem Namen "Düsseldorf" soeben eingebogen ist. Bei genauerem Hinsehen kann man den frisch asphaltierten Abzweig vom Platz der Einheit erkennen. Die Einpflasterung der Gleise hat sich in stark beanspruchten Bereichen überhaupt nicht bewährt.

Mit der Rückkehr von Combino 408 ist nun 1/4 des Potsdamer Combino-Parks saniert. Damit rückt das Einsatzende zahlreicher reaktivierter Wagen in greifbare Nähe.


Der Zug aus 123+223, der hier am Platz der Einheit gerade den Fahrgastwechsel beendet hat, ist dann wohl ebenfalls endgültig Geschichte. Noch kann man den Zug aber in Aktion erleben, wie das Bild beweist.


Ebenfalls von der Ausmusterung wird dieses Gespann betroffen sein. Auch 103+203 haben die Abstellgleise an der Wetzlarer Straße bereits kennen gelernt. Bleibt nur zu hoffen, dass sich noch ein Abnehmer finden lässt.


Zum Abschluss noch ein Bild vom solo fahrenden KT4Dm 145. Diese Betriebsart ist in Potsdam regulär nur in der Abendzeit oder am Wochenende anzutreffen. Dann werden auch verschiedene Züge getrennt. Dies betrifft vor allem Wagen, die keinen entsprechenden 200er mehr haben, wie eben 145.

Freitag, 15. Februar 2008

Vorsicht beim Abbiegen


Am heutigen späten Vormittag ereignete sich dieser Unfall mit dem Zug der Linie 94 (132+232). Der Fahrer des Opel hatte beim Abbiegen offensichtlich die hinter ihm fahrende Tram nicht beachtet. 132 wurde zum Glück nur leicht beschädigt. Beim Auto sieht´s anders aus ...

Dienstag, 12. Februar 2008

406 ist zurück ...

... von der Sanierung in Krefeld. Mit dem Combino "Erfurt" ist damit der dritte sanierte Niederfluwagen in Potsdam unterwegs. Heute war der Wagen auf der Linie 94 bzw. 99 zu sehen. Willkommen zu Hause!


Zurück in Potsdam. Combino 406 "Erfurt" kurz vor Erreichen der Haltestelle "Feuerbachstraße"

Montag, 11. Februar 2008

In der neuen Heimat

Straßenbahnwagen, die in Deutschland nicht mehr gebraucht werden, sind oft noch viel zu gut, um verschrottet zu werden. Gerade östlich der Oder finden sich auch heute noch zahlreiche Abnehmer. Die nachfolgenden Bilder sollen einen kleinen Eindruck vermitteln:

KT4Dm 101 in Szczecin.
Die Bundeshauptstadt veräußerte ihre Wagen nach u.a. nach Rumänien und Kasachstan. Die modernisierten Wagen gehen nun zum Teil nach Polen. Hier KT4Dm Nr. 101 in Szczecin.

GT6 910 in Szczecin.
Den Düsseldorfer Wagen 2308 verschlug es bereits 1996 nach Szczecin. Der Wagen war zum Zeitpunkt der Aufnahme 2007 bereits 50! Jahre alt.

Wagen 175+575 in Krakow.
Die deutsche Partnerstadt von Krakow (Polen) ist Nürnberg. Von dort aus, gelangten in den 90er Jahren zahlreiche Wagen in die ehemalige polnische Hauptstadt. Wagen 175 trug in Nürnberg die Nummer 333.


Ikraus 280T 3856 in Tscheljabinsk.
Nachdem der Obus-Betrieb in Hoyerswerder 1994 aufgegeben wurde, gelangte ein Teil der Fahrzeuge nach Tscheljabinsk (Russland). Hier Wagen 3856.

T3D 3091 in Ufa.
Im Jahre 2000 gelangte der ehemalige Chemnitzer Wagen Nr. 4371 zusammen mit etlichen anderen in die Hauptstadt Baschkortostans (Russland). Hier der Wagen am örtlichen Puppentheater.

Tallinn
Die estnische Hauptstadt Tallinn hat gerade für Fans von KT4Ds eine ganze Menge zu bieten. Um die alten T3 und B3 ausmustern zu können, wurden zahlreiche Wagen in Deutschland eingekauft. Inzwischen fahren hier Tatras aus Cottbus, Erfurt und Gera:

Im Mai 2005 rollte der ehemalige Geraer 328 mit seiner neuen Nummer 142 durch Tallinn. Hier auf der Narva maantee im Stadtzentrum...



In Erfurt trug der Tallinner KT4D 154 die Nummer 481. Seit 2007 ist auch er in der estnischen Hauptstadt zu Hause.


Kt4D 133 aus Cottbus. Mit der Nummer 53 war er bis 2004 in der Lausitz zu Hause, dann verließ auch seine Heimat in Richtung Osten...


Sonntag, 6. Januar 2008

Neujahrsgrüße aus Warszawa

Die polnische Hauptstadt Warszawa ist mit ihrer hervorragend ausgebauten Straßenbahn ein lohnenswertes Reiseziel. Die völlige Zerstörung der Stadt zwischen 1939 und 1945 durch die Deutschen, bleibt zwar bis heute sichtbar, doch hat sich die Stadt an der Weichsel zu einem modernen urbanen Raum entwickelt.

Für Straßenbahnfans ist vor allem der bunte Wagenpark, der ausschließlich mit polnischen Wagen bestückt ist, interessant.

Zug aus zwei Konstal 13N an der Haltestelle "NIK" in der ulica Filtrowa.

Von den inzwischen historisch anmutenden 13N-Wagen, die ihre Herkunft vom tschechischen T1 bzw. T2 nicht verbergen können, sind noch rund 230 Stück im Einsatz. Die 1959-1969 gebauten Wagen werden in Zukunft aber den niederflurigen Wagen der Firma "Pesa" Platz machen.

Ein 105Na-Zug auf dem Plac Konstitucij.

Dem mit Abstand größten Teil des Wagenparks bilden die Konstal-Typen 105Na, von denen zahlreiche Modifikationen vorhanden sind. Sie verkehren als Solo-Wagen und Doppel- bzw. Dreier-Traktionen. Ein Großteil der Wagen wurde inzwischen modernisiert.

Arbeitswagen in der Zajezdnia "Mokotow"

Zum Abschluss noch ein Bild vom Arbeitswagenpark (hier Depot "Mokotow"), das die beiden Arbeitswagen 2215 und S-12 zeigt. Beide Wagen sind vom Typ "K", von dem 60 Wagen vor Kriegsbeginn durch die BVG "erworben" wurden. 56 dieser Fahrzeuge gelangten dann doch noch nach Warszawa, die anderen waren zerstört worden.