Mittwoch, 9. Januar 2013

Rathaus nennt Störung des Tramverkehrs "nicht gravierend"

Als "nicht so gravierend" bezeichnet Rathaus-Sprecher Jan Brunzlow die regelmäßigen Unterbrechungen des Straßenbahnverkehrs in der Charlottenstraße. Bedingt durch Bauarbeiten ist die Straße seit Wochen für den Autoverkehr stadtauswärts gesperrt. Trotz eindeutigen Durchfahrt- und Parkverbots, parken immer wieder Autos im Bereich der Baustelle und blockieren so den Straßenbahnverkehr - teilweise sogar mehrfach an einem Tag, wie Leser des Blogs berichten. Bis Polizei und Abschleppdienst die Störung beheben können, vergehen leicht 30 Minuten, die für die Straßenbahnfahrgäste in Potsdam gerade im Winter wenig angenehm sind. 

Angesichts der Ignoranz der Autofahrer fordert der Deutsche Bahnkundenverband nun ein hartes Durchgreifen gegen die Falschparker. Die Märkische Allgemeine zitiert Benjamin Karl vom Verband mit den Worten "Neben den fälligen Bußgeldern und möglichen Abschleppkosten sei zu prüfen, ob Kosten für einen notwendigen Ersatzverkehr den illegal parkenden Fahrern aufgebrummt werden sollten." Auch die Stadtverwaltung müsse ihre Hausaufgaben machen: „Die Verwaltung ist in der Pflicht, einen reibungslosen und behinderungsfreien Straßenbahnverkehr zu gewährleisten“ und es sei zu prüfen, „inwiefern die Absicherung des Baustellenbereichs verbessert werden kann und muss“.

Die Stadt hat das Ordungsamt beauftragt, den Bereich strenger zu kontrollieren. Für weitergehende Maßnahmen sieht man offensichtlich jedoch keine Veranlassung, wie die Aussage von Herrn Brunzlow deutlich macht.

Kommentare:

  1. Wie wird mit dem Problem in anderen Städten verfahren? BVG teilte mir mit, dass Kosten für Schadenersatz nicht veröffentlicht werden... Sollten sie aber - zur Abschreckung. Es sei denn, sie sind lächerlich niedrig.

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  2. Bei den vielen Baustellen in der Stadt Potsdam ist das kein wunder.
    Wer auf das Auto angewiesen ist fährt auch . Hartes durchgreifen nur bei notorischen Falschparker .Die Verwaltung ist in der Pflicht, einen reibungslosen und behinderungsfreien Straßenbahnverkehr zu gewährleisten das aber für alle Verkehrsarten.

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